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16:36 | 23.07.2010
Wochenausblick: Keine klare Richtung trotz „Partylaune“

Die Nachrichtenlage ist weiter gemischt: Die Ergebnisse der US-Unternehmen und die europäischen Stimmungsindikatoren müssten eigentlich für positive Stimmung an den Aktienmärkten sorgen.

In Deutschland ließ ifo-Präsident Hans-Werner Sinn bereits verbal die Korken knallen, nachdem der viel beachtete ifo-Geschäftsklimaindex im Juli so stark gestiegen war wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr: „Die deutsche Wirtschaft ist wieder in Partylaune.“

Keine Spur von Rezessionsängsten und Konjunktursorgen also. „Der sensationelle ifo-hat neuen Mut gegeben“, sagt auch Marktanalyst Jochen Intelmann von der Hamburger Sparkasse.

Von Euphorie ist dagegen in den USA nicht viel zu spüren, wenn es um die gesamtwirtschaftliche Entwicklung geht: US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte in der zurückliegenden Woche noch einmal mit seinen Aussagen die Rezessionssorgen geschürt. „Daneben verblassen zunächst auch die Sorgen um die europäische Schuldenkrise“, erklärt Helaba-Expertin Claudia Windt.

Berichtswelle der DAX-Unternehmen

Angesichts dieser gemischten Gemengelage erwarten die Experten auch in der neuen Woche keine klare Richtung am Aktienmarkt. Im derzeitigen Umfeld prognostiziert auch Analyst Alexander Lukas von der Weberbank weiter stagnierende Kurse.

Zum Wochenauftakt dürfte der Markt noch ganz im Bann der Stresstest-Ergebnisse stehen – bevor dann auch die Berichtssaison in Deutschland Fahrt aufnimmt. Am Dienstag werden die Quartalszahlen des Softwarekonzerns SAP, der Deutschen Bank, der Deutschen Börse und von Daimler erwartet. Der Autobauer hat allerdings schon Eckdaten vorgelegt.

Nach den Infineon-Zahlen am Mittwoch erreicht die Berichtswelle tags darauf mit insgesamt sieben Dax-Unternehmen den Höhepunkt, darunter Volkswagen, Siemens und BASF. Vor dem Wochenende steht dann noch HeidelbergCement Rede und Antwort zur jüngsten Geschäftsentwicklung.

Auch Konjunkturdaten sollten in der neuen Woche im Auge behalten werden. Neben US-Daten zum Immobilienmarkt, Verbrauchervertrauen und Auftragseingang steht das deutsche GfK-Konsumklima (Dienstag) auf der Agenda. Am Mittwochabend legt außerdem die US-Notenbank ihren Konjunkturbericht („Beige Book“) vor.


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