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DGAP-Adhoc: EADS veröffentlicht Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2009

European Aeronautic Defence and Space Company EADS N.V. / Jahresergebnis

09.03.2010 07:00

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt
durch die DGAP – ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Ad-hoc Mitteilung, 9. März 2010

EADS veröffentlicht Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2009

– Umsatz von EUR 42,8 Mrd. – hohe Auslieferungen in allen
Geschäftsfeldern

– EBIT* vor Einmaleffekten entspricht Prognose: EUR 2,2 Mrd. trotz
verschlechterter Hedge-Kurse

– A400M-Programm wird fortgesetzt – zusätzliche Belastung in Höhe von EUR
1,8 Mrd.

– EBIT* von EUR -322 Mio. belastet durch A400M-Rückstellung und
Wechselkurseffekte

– Konzernergebnis: EUR -763 Mio.

– Nettoliquidität von EUR 9,8 Mrd. aufgrund eines besser als erwarteten
Free Cash Flows einschließlich frühzeitigen Eingangs von Vorauszahlung

– Erhöhung der Airbus Single-Aisle-Produktionsrate im Dezember 2010

– Aufgrund des Verlustes keine Dividendenzahlung empfohlen

Die Ergebnisse von EADS (Börsenkürzel: EAD) für das Geschäftsjahr 2009
belegen die Fähigkeit des Konzerns, auch mit schwierigen
gesamtwirtschaftlichen Bedingungen umgehen zu können dank eines
vorausschauenden Managements des Auftragsbestandes und der
Kundenfinanzierungsmöglichkeiten. Hohe Auslieferungen in allen
Geschäfts-feldern wurden dadurch möglich. Die Ergebnisse wurden allerdings
durch Rückstellungen für Verspätungen in neuen Programmen belastet. Der
Umsatz von EADS blieb mit EUR 42,8 Mrd. stabil. Das EBIT* vor
Einmaleffekten betrug EUR 2,2 Mrd. Wechselkurseffekte sowie insbesondere
die im A400M-Programm gebildete Rückstellung wirkten sich negativ auf das
Konzern-EBIT* von EUR -322 Mio. aus. Der Auftragseingang in Höhe von EUR
45,8 Mrd. spiegelt das deutlich schwächere Zivilgeschäft im Jahr 2009
wider. Im Verteidigungs- und Regierungsgeschäft hingegen verzeichnete EADS
starke Aktivitäten. Der Auftragsbestand des Konzerns in Höhe von EUR 389
Mrd. stellt eine solide Basis für künftige Auslieferungen dar. Die
Nettoliquidität liegt solide bei EUR 9,8 Mrd. dank eines besser als
erwarteten Free Cash Flows (siehe Erklärungen auf Seite 2) und bleibt ein
wichtiger Aktivposten des Konzerns.

‘Das zivile Geschäftsumfeld 2009 war schwierig. Doch wir haben viele der
vor uns liegenden Herausforderungen frühzeitig erkannt und gemeistert. Dies
zeigt die Stärke, die EADS in den ersten zehn Jahren aufgebaut hat’, sagte
Louis Gallois, CEO von EADS. ‘Wir haben uns im vergangenen Jahr nicht nur
darauf beschränkt, den Konjunkturabschwung zu bewältigen. Vielmehr war
unser Ziel 2009, Innovation über unser gesamtes Portfolio hinweg
voranzutreiben und somit die Grundlage für das kommende Jahrzehnt zu
schaffen. Ich danke den Kundennationen ausdrücklich für die Unterstützung
des A400M. Dank der Eingung zwischen den Kundennationen und EADS ist das
Programm wieder auf gutem Wege. Auch wenn der Konzern dafür eine
zusätzliche signifikante Rückstellung bilden muss, stabilisiert dies das
Programm,. Neben dem A400M liegt unser besonderes Augenmerk weiterhin auf
verbessertem Programm-Management. Dies beinhaltet insbesondere den weiteren
Hochlauf der A380-Produktion, die Entwicklung des A350 und das Programm zur
Grenzsicherung für Saudi-Arabien.’

2009 erzielte EADS einen Umsatz in Höhe von EUR 42,8 Mrd. (2008: EUR 43,3
Mrd.). Während der Umsatz von einem Auslieferungsrekord bei
Airbus-Zivilflugzeugen (498 Einheiten gegenüber 483 im Vorjahreszeitraum)
profitierte, wirkten sich eine geringere Umsatzlegung im A400M-Programm,
Preisrückgänge bei Auslieferungen von Zivilflugzeugen und
Wechselkurs-effekte nachteilig aus. Astrium verzeichnete einen
Umsatzanstieg von 12 Prozent.

Das EBIT* vor Einmaleffekten – die Kennzahl zur Erfassung der operativen
Gewinnspanne ohne Berücksichtigung einmaliger Aufwendungen oder Erträge aus
Rückstellungsveränderungen oder Währungsschwankungen – betrug EUR 2,2 Mrd.
(2008: EUR 3,3 Mrd.). Im Vergleich zum Vorjahr wurden die gestiegenen
Auslieferungszahlen und die durch Power8 erzielten Einsparungen jedoch
durch verschlechterte Hedge-Kurse, den Preis-rückgang bei ausgelieferten
Flugzeugen und Kostensteigerungen mehr als kompensiert. Das A380-Programm
beeinträchtigte das Ergebnis weiterhin erheblich. Die ‘Single-Aisle’- und
Langstreckenprogramme von Airbus wie auch die anderen Divisionen
verzeichneten indes eine anhaltend solide Leistung.

Das EBIT* von EADS in Höhe von EUR -322 Mio. (2008: EUR 2,830 Mrd.) wurde
durch die Rückstellungen für die Programme A400M und A380 sowie durch
außerordentliche negative Wechselkurseffekte belastet. Verglichen mit 2008
haben negative Wechselkurseffekte das 2009 EBIT* von EADS um insgesamt
EUR 2,5 Mrd. belastet.

Das Konzernergebnis betrug EUR -763 Mio. (2008: EUR 1,572 Mrd.). Dies
entspricht einem Ergebnis je Aktie von EUR -0,94 (2008: EUR 1,95 Gewinn je
Aktie). Dieser Rückgang beruht auf dem verminderten EBIT*. Die Aufwendungen
für eigenfinanzierte Forschung und Entwicklung (F&E) zur Förderung neuer
Technologien und zukünftiger Geschäftsaktivitäten stiegen leicht auf EUR
2,825 Mrd. (2008: EUR 2,669 Mrd.).

Aufgrund des erheblichen Verlustes 2009 schlägt der EADS-Verwaltungsrat
vor, in diesem Jahr ausnahmsweise keine Dividende auszuschütten.

Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen übertraf dank eines
erfolgreichen Cash-Flow-Managements die Prognose und belief sich auf EUR
991 Mio. (2008: EUR 2,886 Mrd.). Positiv wirkten sich ferner zu Jahresende
erfolgte Zahlungen von institutionellen Kunden aus, die erst für 2010
erwartet wurden. Der Nettoabfluss aus Kundenfinanzierungen war 2009
geringer als erwartet und lag bei rund EUR 400 Mio. Der Free Cash Flow nach
Kunden-finanzierungen sank auf EUR 585 Mio. (2008: EUR 2,559 Mrd.). Im
August 2009 hat EADS seine Euroanleihe in Höhe von EUR 1 Mrd. refinanziert.
Die Investitionen von EUR 1,9 Mrd. spiegelten den erhöhten
Finanzierungsaufwand beim Hochlauf des A350-Programms wider. Die
Nettoliquidität des Konzerns lag Ende 2009 bei EUR 9,8 Mrd. (2008: EUR 9,2
Mrd.).

Der Auftragseingang von EADS sank auf EUR 45,8 Mrd. (2008: EUR 98,6 Mrd.).
Das Ziel für den Auftragseingang ziviler Flugzeuge wurde erreicht, blieb
allerdings wie erwartet unter dem Niveau von 2008. Zum 31. Dezember 2009
lag der Auftragsbestand des Konzerns trotz einer wechselkursinduzierten
Neubewertung bei soliden EUR 389,1 Mrd. (Jahresende 2008: EUR 400,2 Mrd.).
Auf Grundlage eines Schlusskurses von EUR 1 = US$ 1,44 Ende Dezember 2009
gegenüber einem Kurs von EUR 1 = US$ 1,39 im Dezember des Vorjahres schlug
sich diese Neubewertung in einem Rückgang von rund EUR 11 Mrd. nieder. Der
Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft stieg auf EUR 57,3 Mrd.
(Jahresende 2008: EUR 54,9 Mrd.). Dieses Wachstum geht zurück auf
umfang-reiche militärische Aufträge wie beispielsweise Eurofighter Tranche
3a, die im Jahr 2009 verbucht wurden.

Ende Dezember 2009 beschäftigte EADS 119.506 Mitarbeiter (Jahres-ende 2008:
118.349).

2009 verbesserte EADS konzernübergreifend weiter die Effizienz. Gemessen an
der für Ende 2009 prognostizierten Kostenbasis erzielte Airbus bei Power8
Einsparungen von EUR 2 Mrd. brutto (nicht mit den Netto-
EBIT*-Einsparungen gleichzusetzen). Strategischer Einkauf, eine optimierte
Lieferkette, integrierte Logistik sowie schlanke Produktionsverfahren
trugen maßgeblich zu diesen Effizienzsteigerungen innerhalb von Airbus bei.

Zum bereits angelaufenen Programm Power8 plus werden alle EADS-Divisionen
beitragen. Airbus steuert zusätzliche Projekte wie etwa die
Wiederverwendung bestehender Designs bei ‘Single-Aisle’- und
Lang-streckenprogrammen bei.

Im Integrations- und Kostensenkungsplan Future EADS wurde das avisierte
Ziel für jährliche Bruttoeinsparungen bis Ende 2012 von EUR 200 Mio. auf
EUR 350 Mio. angehoben. Future EADS zielt darauf ab, Stabsfunktionen in
allen Bereichen zu straffen, zu harmonisieren und zu integrieren.
Einsparungen werden in zehn Teilprojekten erbracht, darunter Finanzen, IT,
Einkauf und Facility Management.

Die verschiedenen Kostensenkungsinitiativen werden auf Divisionsebene
gebündelt, sobald sie vorangetrieben worden sind. Ein Beispiel hierfür ist
das Programm SHAPE von Eurocopter.

Nach Prüfung der Ausschreibungsmodalitäten (’Request for Proposal’) für den
Ersatz der Tankflugzeuge der US-Luftwaffe (’KC-X-Programm’) hat Northrop
Grumman entschieden, dem US-Verteidigungsministerium kein Angebot zu
unterbreiten.

Als Team hatten beide Partner gegenüber dem US-Verteidigungsministerium und
der US-Luftwaffe ernste Bedenken hinsichtlich der in der Ausschreibung
formulierten Beschaffungsmethode zum Ausdruck gebracht. Demnach hätte die
Beschaffungsmethode im Wettbewerb das kleinere, weniger leistungs-fähige
Tankflugzeug von Boeing begünstigt. Die eingehende Analyse der
Ausschreibungsmodalitäten durch Northrop Grumman bestätigte diese Bedenken
und war ausschlaggebend für die Entscheidung, nicht zu bieten.

Diese Entscheidung vermindert in keiner Weise das Bekenntnis von EADS zu
den USA und ihren Streitkräften. Zudem ist EADS weiterhin überzeugt, dass
das A330 MRTT (Multi Role Tanker Transport) Flugzeug den amerikanischen
Streitkräften und Steuerzahlern zusätzliche Fähigkeiten, geringeres Risiko
sowie den größten Nutzen bieten würde.

Das Flugzeug fliegt, wurde getestet und hat sich bewährt. Der A330 MRTT hat
sich in den vergangenen fünf aufeinanderfolgenden Wettbewerben gegen das
Tankflugzeug von Boeing durchgesetzt und wird in Kürze bei mehreren
Alliierten der USA in Dienst gestellt.

Ausblick

Zu Beginn des Jahres 2010 ist EADS gut aufgestellt für ein sich langsam
erholendes, aber immer noch unbeständiges Wirtschaftsumfeld.

Dies basiert auf umsichtigem Management des soliden Auftragsbestands von
3.488 Airbus-Flugzeugen, 1.303 Hubschraubern bei Eurocopter und gut
gefüllten Auftragsbüchern im Raumfahrt- und Verteidigungsbereich.

Mit der allmählichen Erholung des Luftverkehrs und der Erträge,
insbesondere in den Schwellenländern, müsste sich zuerst die Finanzlage der
Fluggesellschaften stabilisieren, bevor dies zu zusätzlichen Bestellungen
führt.

Aufgrund zahlreicher laufender Kampagnen, die 2010 insgesamt zu 250 bis 300
Brutto-Neubestellungen führen sollen, und aufgrund einer stabilen
Überbuchungslage im ‘Single-Aisle’-Geschäft hat Airbus beschlossen, die
Single-Aisle-Produktionsrate ab Dezember 2010 von 34 auf 36 Maschinen im
Monat zu erhöhen. Die monatliche Produktionsrate für Langstrecken-flugzeuge
bleibt unverändert bei rund acht Maschinen pro Monat.

2010 erwartet Airbus maximal ebenso viele Auslieferungen wie im Vorjahr.
Die geschätzten Brutto-Neubestellungen dürften zwischen 250 und 300
Flugzeugen liegen. Eurocopter dürfte 2010 rund sechs Prozent weniger
Hubschrauber ausliefern als 2009.

Ausgehend von einem durchschnittlichen Wechselkurs von EUR 1 = US$ 1,40
dürfte der Umsatz von EADS 2010 in etwa auf Vorjahresniveau liegen.

Das EBIT* wird 2010 bei rund EUR 1 Mrd. liegen. Die verschlechterten
Hedge-Kurse werden sich dabei im Vergleich zu 2009 mit rund EUR -1 Mrd.
auswirken. Obwohl es im A380-Programm leichte Verbesserungen geben wird,
wird es das EBIT* vor Einmaleffekten weiterhin, wie schon im Jahr 2009,
erheblich belasten. Kosteneinsparungen und Verbesserungen der Preise bei
Zivilflugzeugen sollten sich positiv auswirken. Hingegen werden geringere
Auslieferungen bei Helikoptern, ein Anstieg bei Forschungs- &
Entwicklungs-aufwendungen (F&E) und Kosteninflation die Rentabilität
beeinträchtigen.

Die künftige EBIT*-Entwicklung wird von der Fähigkeit abhängen, die
Programme A400M, A380 und A350 gemäß den eingegangenen Verpflichtungen
gegenüber den Kunden zu managen.

Ausgehend von nachhaltigen Zahlungsmitteleingängen zu Jahresende aus dem
Behörden- und Regierungsgeschäft sowie aufgrund weiterer Voraus-zahlungen
im A400M-Programm dürfte der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen
neutral ausfallen. Der Free Cash Flow nach Kundenfinanzierungen wird
aufgrund des Zahlungsmittelabflusses aus Kundenfinanzierungen in Höhe von
rund EUR 1 Mrd. vermutlich negativ ausfallen.

* EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und
außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche
Leistung. Der Terminus ‘außerordentliche Posten’ bezieht sich auf
Sachverhalte wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen
Reserven aus der Gründung von EADS, dem Airbus-Unternehmenszusammenschluss,
der Gründung von MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Wertminderungen
aufgrund von Werthaltigkeitstests.

**Diese Bilanzierungsmethode wurde von EADS zwischen September 2008 und
Dezember 2009 angewendet, da EADS mit OCCAR weder ein aktualisiertes
Vertragswerk verhandeln konnte, noch die finanziellen Folgen aus der
Verspätung des A400M Programms hinreichend bestimmbar waren. (Für weitere
Informationen siehe ‘Year 2009 Report, Unaudited Condensed Consolidated,
Financial Information of EADS N.V. for the year ended December 31, 2009′).

EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im
Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem
Umsatz von EUR 42,8 Mrd. im Jahr 2009 und über 119.000 Mitarbeitern. Zu
EADS gehören Airbus, Eurocopter, EADS Astrium und EADS Defence & Security.

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