UNTERNEHMENSNEWS

7:00 | 31.07.2008
DGAP-News: Deutsche Post World Net erzielt zweistelliges Wachstum im ersten Halbjahr Deutsche Post AG:

Deutsche Post AG / Quartalsergebnis/Quartalsergebnis

31.07.2008

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP – ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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Deutsche Post World Net erzielt zweistelliges Wachstum im ersten Halbjahr

• EBIT vor Einmaleffekten steigt um 12 Prozent, Quartalswachstum liegt bei
19 Prozent; ausgewiesenes EBIT sinkt um 11 Prozent
• Organischer Umsatz wächst um 8 Prozent; berichtetes Umsatzwachstum
wechselkursbedingt bei 3,4 Prozent
• Logistikbereiche zeigen starke Performance weltweit bei Neuaufträgen
und Vertragserneuerungen
• Ausblick für EBIT vor Einmaleffekten im Gesamtjahr 2008 von rund
4,1 Milliarden Euro bestätigt

Bonn, 31. Juli 2008: Trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds hat die
Deutsche Post World Net in der ersten Jahreshälfte einen zweistelligen
Anstieg im operativen Gewinn erzielt. Das EBIT vor Einmaleffekten (Ergebnis
vor Zinsen und Steuern ohne Einmaleffekte) erhöhte sich um 12 Prozent auf
1,9 Milliarden Euro. Das ausgewiesene EBIT sank dagegen aufgrund einmaliger
Belastungen im Bereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN und Aufwendungen für die
Umstrukturierung des DHL Express-Geschäfts in den USA um 11 Prozent auf 1,5
Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um 3,4 Prozent an, wobei der Zuwachs
durch negative Wechselkurseffekte gedämpft wurde. Ohne Berücksichtigung
dieser Effekte lag der Anstieg bei 7,8 Prozent.

‘Das solide operative Wachstum im ersten Halbjahr beweist, dass sich unser
ausgewogenes Portfolio und unsere starke Präsenz überall auf der Welt
gerade in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld auszahlen,’ sagte der
Vorstandsvorsitzende Dr. Frank Appel bei der Halbjahrespressekonferenz der
Deutschen Post World Net in Bonn. ‘Vor allem sind wir erfreut über die gute
Entwicklung im Unternehmensbereich BRIEF in einem nunmehr seit sieben
Monaten voll liberalisierten deutschen Briefmarkt sowie über große neue
Logistikaufträge.’ Der Konzern bestätigte seinen Ausblick für ein EBIT vor
Einmaleffekten im Gesamtjahr 2008 (rund 4,1 Milliarden Euro),
vorausgesetzt, dass sich das wirtschaftliche Umfeld in der zweiten
Jahreshälfte nicht wesentlich verschlechtert.

Nettogewinn und Cashflow

Der Nettogewinn nach Minderheiten sank in der ersten Jahreshälfte um 16
Prozent auf 661 Millionen Euro, was vor allem auf Einmalaufwendungen in
Höhe von 317 Millionen Euro bei der Postbank in Zusammenhang mit den
Turbulenzen an den Finanzmärkten zurückzuführen ist. Das Ergebnis pro Aktie
belief sich auf 55 Cents; im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte es bei
65 Cents gelegen. Der operative Cashflow (Postbank at Equity) ging aufgrund
niedrigerer Erträge und eines stärkeren Verbrauchs von Rückstellungen von
789 Millionen Euro auf 623 Millionen Euro zurück.

Roadmap to Value

Die Deutsche Post World Net hat bei ihrem Kapitalmarktprogramm Roadmap to
Value in der ersten Jahreshälfte gute Fortschritte erzielt. Die Initiativen
zur Verbesserung des operativen Ergebnisses verlaufen wie geplant; in der
ersten Jahreshälfte konnten 140 Millionen Euro eingespart werden. Mit 125
Millionen Euro machte auch die Verringerung des Nettoumlaufvermögens gute
Fortschritte. Gleichzeitig konnte das Capex auf dem Vorjahresniveau
gehalten und die Aufwendungen für Akquisitionen auf einen minimalen Umfang
begrenzt werden. Darüber hinaus fühlt sich der Konzern auch weiterhin
seinem Versprechen verpflichtet, die Ausschüttung an die Aktionäre zu
erhöhen. Dazu plant der Konzern, die Dividende im Einklang mit der
Entwicklung des Ergebnisses vor Einmaleffekten zu erhöhen, was einer
Steigerung um durchschnittlich rund zehn Prozent pro Jahr entspricht.

Um die Transparenz weiter zu erhöhen, hat der Konzern seine Zahlen zum
ersten Mal entsprechend der neuen Management Struktur mit den
Unternehmensbereichen FORWARDING/FREIGHT sowie SUPPLY CHAIN/CORPORATE
INFORMATION SOLUTIONS berichtet und entsprechend angepasste
Vorjahresergebnisse vorgelegt. Auch beim organischen Wachstum hat die
Deutsche Post World Net weitere Fortschritte gemacht. Allein im zweiten
Quartal war das organische Wachstum der DHL in den schnell wachsenden
Märkten der Welt fast doppelt so hoch wie das der DHL weltweit.

Entwicklung im zweiten Quartal

Das EBIT vor Einmaleffekten stieg im zweiten Quartal um 19 Prozent auf 862
Millionen Euro, wobei alle Unternehmensbereiche ihre entsprechenden
Vorjahresergebnisse entweder erreicht oder übertroffen haben. Das
ausgewiesene EBIT ging dagegen im selben Zeitraum um 4,4 Prozent auf 672
Millionen Euro zurück, was auf Aufwendungen in Höhe von 47 Millionen Euro
für die Restrukturierung bei DHL Express USA sowie Abschreibungen in Höhe
von 143 Millionen Euro bei der Postbank zurückzuführen ist. Der Nettogewinn
nach Minderheiten ging im zweiten Quartal von 285 Millionen Euro auf 254
Millionen Euro zurück; das Ergebnis pro Aktie belief sich auf 21 Cents
(zuvor 24 Cents).

Unternehmensbereich BRIEF

Die Deutsche Post konnte ihre gute Position nach der vollständigen Öffnung
des deutschen Briefmarkts am 1. Januar 2008 behaupten. Auch die
Auswirkungen der wirtschaftlichen Eintrübung hielten sich bisher in
Grenzen. Das Gesamtvolumen im Geschäftsfeld Brief Kommunikation erhöhte
sich im zweiten Quartal um 3,2 Prozent. Außerdem hat die Deutsche Post auch
die Zahl der Kundenkontaktpunkte weiter erhöht.

Der Umsatz im Briefbereich stieg im zweiten Quartal um 1,6 Prozent auf 3,4
Milliarden Euro an. Das EBIT wurde trotz eines neuen Marktumfelds und
gestiegener Kosten um
1,9 Prozent auf 321 Millionen Euro erhöht.

Unternehmensbereich EXPRESS

Der Unternehmensbereich EXPRESS konnte seine starke Stellung in den meisten
Märkten außerhalb der USA behaupten, wobei vor allem das
grenzüberschreitende Day-Definite-Geschäft sowie das Inlandsgeschäft gute
Wachstumsraten erzielten. Der EXPRESS-Bereich profitierte insbesondere von
seiner großen Präsenz in rasch wachsenden Märkten wie Asien/Pazifik und
Osteuropa/Naher Osten/Afrika (EEMEA). Dementsprechend wurde in der Region
Asien/Pazifik ein organisches Umsatzwachstum – ohne Wechselkurseffekte und
sonstige nicht-operative Faktoren – von 13 Prozent verzeichnet. In der
Region EEMEA konnte der organische Umsatz aufgrund höherer
Treibstoffzuschläge und einer guten Performance in allen Produkten um 26
Prozent gesteigert werden. Die Region Americas verzeichnete ein organisches
Umsatzwachstum von 4,2 Prozent, was auf die höhere Nachfrage nach Day
Definite Produkten in Lateinamerika, Kanada und den Karibikstaaten
zurückzuführen ist.

In den USA verlaufen die Maßnahmen zur Umstrukturierung des DHL Express
USA-Geschäfts trotz schlechterer Marktbedingungen und des schwächeren
konjunkturellen Umfelds nach Plan. Im Mai legte der Konzern einen
Restrukturierungsplan für DHL Express USA vor, um die Verluste bis 2011 um
eine Milliarde US-Dollar zu senken. Dann soll der Bereich einen Beitrag zum
weltweiten Netz liefern, der die Verluste des Geschäfts übersteigt. Die
Verhandlungen über ein Abkommen mit United Parcel Service (UPS) im
Luftfrachtbereich machen Fortschritte.

Insgesamt stieg der organische Umsatz im Unternehmensbereich EXPRESS um 8,4
Prozent an. Der berichtete Umsatz erhöhte sich um 2,7 Prozent auf 3,5
Milliarden Euro. Das EBIT vor Einmaleffekten stieg um 20 Prozent auf 78
Millionen Euro an, während das ausgewiesene EBIT um 52 Prozent zurückging.
Grund hierfür sind die Kosten im Zusammenhang mit der Restrukturierung von
DHL Express USA.

Unternehmensbereich FORWARDING/FREIGHT

Nach der Aufteilung des ehemaligen Unternehmensbereichs LOGISTIK im März
wird das Ergebnis für die erste Jahreshälfte zum ersten Mal nach der neuen
Struktur berichtet.

Der neue Bereich FORWARDING/FREIGHT konnte im zweiten Quartal den Umsatz
und die Profitabilität trotz negativer Wechselkurseffekte infolge des
starken Euro steigern. Der Bereich profitierte von seiner flexiblen
Produkt- und Dienstleistungsstruktur sowie seinem geringen
Betriebsvermögen, die es ihm ermöglichten, rasch auf die Entwicklung der
Nachfrage zu reagieren. So wurden zunehmend anstelle von
Luftfrachttransporten Lieferungen auf dem Seeweg verlangt. Sowohl in der
Luft- als auch in der Seefracht lag das Wachstum mit 5 bzw. 10 Prozent über
dem Marktdurchschnitt.

Der Umsatz des Unternehmensbereichs stieg im zweiten Quartal um 11 Prozent
auf 3,5 Milliarden Euro an, wobei der organische Umsatz um 17 Prozent
zulegte. Das ausgewiesene EBIT wuchs im Berichtszeitraum sogar noch
schneller; es erhöhte sich um 36 Prozent auf 109 Millionen Euro. Die
Verbesserung der Profitabilität wurde durch Maßnahmen zur Steigerung der
Effizienz sowie niedrigere Overhead-Kosten erreicht.

Unternehmensbereich SUPPLY CHAIN/CIS

Der Bereich SUPPLY CHAIN/CORPORATE INFORMATION SOLUTIONS (CIS) hat sich im
zweiten Quartal trotz negativer Wechselkurseffekte gut entwickelt. Mit
Neuaufträgen in Höhe von 550 Millionen Euro auf Jahresbasis konnte der
Bereich Supply Chain im ersten Halbjahr gute Fortschritte erzielen. Dabei
kamen die Aufträge aus der ganzen Welt: Angefangen von der Ölsandindustrie
in Saskatchewan (Kanada) über die Bekleidungsproduktion in Italien bis hin
zum Kasinobetrieb in China. Allein zweiten Quartal generierte der Bereich
Supply Chain Neugeschäft mit einem Umsatzvolumen von rund 300 Millionen
Euro auf Jahresbasis. Auch die Vertragserneuerungsquote lag bei 90 Prozent.
Der Bereich Corporate Information Solutions wies trotz der
Herausforderungen im Finanzdienstleistungsbereich ein gutes organisches
Umsatzwachstum auf.

Insgesamt stieg der Umsatz im zweiten Quartal vor negativen
Wechselkurseffekten und anderen anorganischen Posten um 4,4 Prozent an. Der
berichtete Umsatz ging um 4,4 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zurück. Das
ausgewiesene EBIT ging leicht von 127 Millionen Euro auf 126 Millionen Euro
zurück.

Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN

Der Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN, der vor allem aus der
Postbank besteht, konnte seinen Umsatz im Quartal um 15,2 Prozent auf 3
Milliarden Euro steigern. Vor Einmaleffekten wurde das EBIT um 20 Prozent
auf 328 Millionen Euro erhöht. Das ausgewiesene EBIT ging aufgrund der
Turbulenzen an den Finanzmärkten um 26 Prozent auf 185 Millionen Euro
zurück. Die Postbank gab ihre Quartalsergebnisse gesondert am 30. Juli
bekannt.

Ausblick

Vorausgesetzt, dass sich die Situation der Weltwirtschaft nicht wesentlich
verschlechtert, hat die Deutsche Post World Net ihre Prognose für das
Gesamtjahr 2008 bekräftigt. Vor Einmaleffekten erwartet der Konzern ein
EBIT von rund 4,1 Milliarden Euro, einen Vorsteuergewinn von rund 3,1
Milliarden Euro und ein Ergebnis pro Aktie von rund 1,65 Euro. Auch der
Ausblick für 2009 wurde bestätigt.

Für den Unternehmensbereich BRIEF wurde der Ausblick für das EBIT vor
Einmaleffekten von rund 1,95 Milliarden Euro auch nach der Abspaltung von
Corporate Information Solutions aufrecht erhalten, was einer leichten
Anhebung gleichkommt. FORWARDING/FREIGHT und SUPPLY CHAIN/CIS erwarten
jeweils ein EBIT vor Einmaleffekten von rund 500 Millionen Euro, was einer
leichten Verringerung der früheren Prognose von rund 1,05 Milliarden Euro
für den ehemaligen Bereich LOGISTIK entspricht. Für den Bereich Corporate
Center/Sonstige wird ein Verlust von rund 500 Millionen Euro erwartet;
zuvor war er auf rund 550 Millionen Euro beziffert worden. Der Ausblick für
die Unternehmensbereiche EXPRESS und FINANZ DIENSTLEISTUNGEN blieb mit rund
400 Millionen Euro bzw. rund 1,2 Milliarden Euro unverändert.

Anmerkungen:
Der vollständige Quartalsbericht steht unter
http://investors.dpwn.de/de/index.htm zur Verfügung. Ein Interview mit
Finanzvorstand John Allan kann unter www.dpwn.de abgerufen werden.

Kontakt für Presseanfragen:

Deutsche Post World Net
Externe Kommunikation
Silje Skogstad
Nicole Mommsen
Tel.: 0228/182 99 44
E-Mail: pressestelle@deutschepost.de

31.07.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP

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Sprache: Deutsch
Emittent: Deutsche Post AG
Charles-de-Gaulle-Straße 20
53113 Bonn
Deutschland
Telefon: +49 (0)228 182 – 63 100
Fax: +49 (0)228 182 – 63 199
E-Mail: ir@deutschepost.de
Internet: www.dpwn.de
ISIN: DE0005552004
WKN: 555200
Indizes: DAX
Börsen: Regulierter Markt in Berlin, Frankfurt (Prime Standard),
Hannover, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart;
Terminbörse EUREX

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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