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8:00 | 26.02.2010
DJ DGAP-IRE: IKB Deutsche Industriebank AG: 9-Monatszahlen 2009/10 (per 31. Dezember 2009)

DJ DGAP-IRE: IKB Deutsche Industriebank AG: 9-Monatszahlen 2009/10 (per 31. Dezember 2009)


IKB Deutsche Industriebank AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x WpHG 

26.02.2010 08:00 

Zwischenmitteilung nach  § 37x WpHG, übermittelt
durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. 

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IKB: Zwischenmitteilung der Geschäftsführung zum 31. Dezember 2009 

Die Zwischenmitteilung umfasst den Zeitraum vom Beginn des Geschäftsjahres
am 1. April 2009 bis zum 31. Dezember 2009. 

Ertragslage (Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung bis zum 31. Dezember 2009) 

Verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der IKB Deutsche
Industriebank (IKB) für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres
2009/10: 

                                                                    Verä-
                                         1.4.2009 bis 1.4.2008 bis  nder-
in Mio. EUR                              31.12.2009   31.12.2008*     ung
Zinsüberschuss                                149,9         308,2   -158,3
Risikovorsorge im Kreditgeschäft              297,1         230,6    66,5
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge           -147,2          77,6   -224,8
Provisionsüberschuss                          -31,6          25,1   -56,7
Fair-Value-Ergebnis                          -380,2         -67,8   -312,4
Ergebnis aus Finanzanlagen                     27,7        -239,8   267,5
Ergebnis aus at equity bilanzierten
Unternehmen                                    -0,5          -6,1     5,6
Verwaltungsaufwendungen                       216,3         269,4   -53,1
Personalaufwendungen                          119,5         133,9   -14,4
Andere Verwaltungsaufwendungen                 96,8         135,5   -38,7
Sonstiges betriebliches Ergebnis              154,6         242,0   -87,4
Operatives Ergebnis                          -593,5        -238,4   -355,1
Steueraufwand/-ertrag                           0,5        -227,2   227,7
Konzernfehlbetrag                            -594,0         -11,2   -582,8
Ergebnis Konzernfremde                          0,2          -0,2     0,4
Konzernbilanzverlust                         -593,8         -11,4   -582,4
* Vorjahreszahlen nach IAS 8 angepasst
(s. Halbjahresbericht 2009/10) 

Für die ersten 9 Monate des Geschäftsjahres 2009/10 (1. April bis 31.
Dezember 2009) wird ein Konzernfehlbetrag von 594 Mio. EUR (9 Monate
2008/09: Konzernfehlbetrag in Höhe von 11 Mio. EUR) ausgewiesen.

Im Berichtszeitraum halbierte sich der Zinsüberschuss im Vergleich zum
selben Zeitraum des Vorjahres von 308 Mio. EUR auf 150 Mio. EUR. Dies
resultiert vor allem aus den folgenden Effekten:

- Der Zinsüberschuss in den operativen Geschäftsfeldern sank aufgrund des
Abbaus der Bestände im Segment Portfolio Investments um 11 Mio. EUR
sowie in den Geschäftsfeldern Firmenkunden, Immobilienkunden und
Strukturierte Finanzierung aufgrund des Bestandsabbaus bei weitgehend
konstanten Margen (vor SoFFin-Kosten) um 25 Mio. EUR.

- Die Erträge der Eigenmittelanlage gingen wegen der geringeren
Eigenmittelbestände und einer deutlich geringeren Verzinsung um 131
Mio. EUR zurück. Dies ist auch das Ergebnis von Umschichtungen im
Rahmen einer konservativeren Anlagestrategie.

Der Risikovorsorgeaufwand erhöhte sich im Berichtszeitraum wegen der im
Vergleich zum Vorjahr deutlich verschlechterten konjunkturellen Lage um 67
Mio. EUR auf 297 Mio. EUR. Darin enthalten sind
Portfoliowertberichtigungen, die im Berichtszeitraum per saldo mit 17 Mio.
EUR dotiert wurden. Im Vergleich zum anteiligen Gesamtvorjahreswert ergibt
sich dagegen beim Risikovorsorgeaufwand ein Rückgang um 145 Mio. EUR. Die
Risikovorsorge insgesamt liegt damit im Rahmen der Erwartung des
IKB-Managements für das Geschäftsjahr 2009/10.

Der Provisionsüberschuss lag bei -32 Mio. EUR (25 Mio. EUR). Der Rückgang
um 57 Mio. EUR resultiert überwiegend aus den gestiegenen
Liquiditätsbeschaffungskosten in Verbindung mit den Garantien des
Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin), wobei im
Vorjahresvergleichswert noch keine Provisionszahlungen für SoFFin-Garantien
enthalten waren. Daneben ergab sich ein Rückgang des Provisionsüberschusses
vor allem im Geschäftsfeld Strukturierte Finanzierung.

Das Fair-Value-Ergebnis in Höhe von -380 Mio. EUR (-68 Mio. EUR) beinhaltet
analog zur Entwicklung zum ersten Geschäftshalbjahr 2009/10 gegenläufige
Ergebniskomponenten. Positiv wirkten sich dabei Ergebnisbeiträge aus
Portfolioinvestments in Höhe von 137 Mio. EUR (-28 Mio. EUR) und
Marktwertgewinne aus langfristigen Anlagen und Derivaten von 219 Mio. EUR
(-774 Mio. EUR) aus. Letztere ergaben sich vor allem aufgrund des Rückgangs
der Zinsvolatilitäten, nachdem diese im Vorjahr ein historisch hohes Niveau
erreichten. Darüber hinaus verengten sich wieder die bonitätsinduzierten
Spreads bei öffentlichen und sonstigen Emittenten, was zu Marktwertgewinnen
führte.

Die weitere Einengung bonitätsinduzierter Spreads betrifft nicht nur die
Anlagen auf der Aktivseite, sondern auch die Spreads bei Eigenemissionen
der IKB. Dies führte in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres
2009/10 bei den zum Fair Value kategorisierten Emissionen der Bank zu
Bewertungsverlusten und damit zur teilweisen Umkehrung von krisenbedingt
erzielten Bewertungsgewinnen früherer Perioden. Die bonitätsinduzierten
Bewertungsverluste betrugen im Berichtszeitraum insgesamt 727 Mio. EUR,
während sich im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch Bewertungsgewinne von
759 Mio. EUR ergaben.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen weist vor allem aufgrund deutlich
gestiegener Gewinne aus Portfolioinvestments einen positiven Wert von 28
Mio. EUR auf (-240 Mio. EUR).

Die Verwaltungsaufwendungen konnten im Rahmen von Kostensenkungsmaßnahmen
um
53 Mio. EUR auf 216 Mio. EUR abgebaut werden. Der Rückgang betraf mit 39
Mio. EUR die Anderen Verwaltungsaufwendungen, bei denen insbesondere die
Beratungskosten gesenkt werden konnten. Anzumerken ist, dass im
Vorjahresvergleichswert der Sonstigen Verwaltungsaufwendungen Nachzahlungen
für den Einlagensicherungsfonds in Höhe von 9 Mio. EUR enthalten sind. Die
Personalaufwendungen gingen um 14 Mio. EUR auf 120 Mio. EUR zurück.

Das Sonstige betriebliche Ergebnis in Höhe von 155 Mio. EUR (242 Mio. EUR)
wird im Wesentlichen bestimmt durch den Ertrag aus einer Neubewertung der
Verbindlichkeiten aus Besserungsscheinen. Hieraus resultiert ein Ertrag von
insgesamt 133 Mio. EUR. Dieser entspricht nach IAS 39 AG 8 der Anpassung
des Barwerts der erwarteten Zahlungsströme für die
Besserungsverpflichtungen, Genussrechte und Stillen Einlagen, wobei
gleichzeitig der Aufzinsungseffekt auf diese Verbindlichkeiten (Unwinding)
den Zinsüberschuss um 45 Mio. EUR gemindert hat.

Insgesamt ergibt sich damit ein negatives Operatives Ergebnis von 594 Mio.
EUR (-238 Mio. EUR). Nach Berücksichtigung eines Steueraufwands von 0,5
Mio. EUR (Steuerertrag von 227 Mio. EUR) errechnet sich ein
Konzernfehlbetrag von 594 Mio. EUR (-11 Mio. EUR).

Vermögenslage (Bilanz per 31. Dezember 2009)

Die Bilanzsumme lag am 31. Dezember 2009 mit 36,6 Mrd. EUR um 8,1 Mrd. EUR
unter der vom 31. März 2009. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus
dem Abbau der Forderungen an Kunden (-3,4 Mrd. EUR) und der Finanzanlagen
(-1,7 Mrd. EUR). Zugleich wurden mit dem Abbau Risiken reduziert und die
Kernkapitalquote gestärkt. Zum anderen wurden die Handelsaktiva vor allem
wegen der Abwicklung der Geschäfte bei der Havenrock Ltd. deutlich abgebaut
(-2,1 Mrd. EUR). Auf der Passivseite verminderte sich vor allem der Bestand
der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-3,7 Mrd. EUR) und der
Verbrieften Verbindlichkeiten durch Tilgungen und Bewertungseffekte (-1,0
Mrd. EUR). Der Rückgang der Handelspassiva (-3,3 Mrd. EUR) ist im Kontext
zur Entwicklung der Handelsaktiva zu sehen.

Die Kernkapitalquote der IKB-Gruppe lag am 31. Dezember 2009 bei 10,4 %.

Finanzlage

Die Liquiditätslage der IKB hat sich stabilisiert. Dazu beigetragen hat die
Nutzung der SoFFin-Garantien, der erhebliche Abbau von Bilanzvolumen und
eine erhöhte Hereinnahme von Kundeneinlagen. Die IKB hat SoFFin-Garantien
in Höhe von 2 Mrd. EUR zurückgegeben (s. u.). Nach wie vor bleibt zu
beachten, dass die Geld- und Kapitalmärkte nur eingeschränkt funktionieren.
Insoweit sind als Finanzierungsmöglichkeiten vor allem besicherte
Mittelaufnahmen in begrenztem Umfang möglich. Mit Blick auf eine zukünftig
positivere Entwicklung der Märkte hat die IKB ihre Emissionsplattform, das
Debt Issuance Programme, im Februar 2010 aktualisiert, um auch auf
unbesicherter Basis im Kapitalmarkt emittieren zu können.

Wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle

Zu den Einzelheiten der wesentlichen Ereignisse und Geschäfte im
Berichtszeitraum wird auf den Halbjahresfinanzbericht 2009/10 verwiesen.

Seit dem 19. November 2009 ergaben sich folgende wesentliche Ereignisse und
Geschäftsvorfälle:

Sonderprüfung

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat am 9. Dezember 2009 die gegen die
Entscheidung des Landgerichtes Düsseldorf gerichtete sofortige Beschwerde
der IKB Deutsche Industriebank AG zurückgewiesen. Das Landgericht hatte auf
Antrag von Aktionären beschlossen, einen Sonderprüfer zu bestellen, der bei
der IKB überprüfen soll, ob (im Wesentlichen ehemalige) Mitglieder des
Vorstandes und des Aufsichtsrates Pflichtverletzungen im Zusammenhang mit
den Ursachen der IKB-Krise begangen haben. Das Gericht hatte den Auftrag

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

February 26, 2010 02:00 ET (07:00 GMT)


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