15:29 | 23.06.2008
Fünfstelliger Schaden nach Zerstörung von Gentechnik-Feld vermutet
Ludwigshafen (ddp-rps). Nach der Zerstörung eines
Gentechnik-Versuchsfeldes der BASF bei Ludwigshafen am Wochenende
geht das Unternehmen von einem Schaden im fünfstelligen Bereich aus.
Genauer lasse sich der an dem Anbaufeld für Genkartoffeln entstandene
Schaden derzeit nicht beziffern, da noch die Verzögerung in der
Produktentwicklung geprüft werden müsse, sagte eine Sprecherin der
BASF am Montag auf ddp-Anfrage. «Das wird noch einmal zusätzlich ein
erheblicher Schaden sein, wenn wir das Produkt beispielsweise erst
ein Jahr später auf den Markt bringen können», sagte sie.
Unbekannte Täter hatten am Wochenende Löcher in den Zaun um das
Gelände des BASF-Agrarzentrums in Limburgerhof geschnitten und nahezu
alle Kartoffelpflanzen auf den Versuchsparzellen aus dem Boden
gerissen. Die Polizei ermittelt derzeit gegen die Täter.
In den Feldversuchen in Limburgerhof testete BASF gentechnisch
veränderte Kartoffeln zur Produktion von Stärke für industrielle
Anwendungen sowie Kartoffeln mit einer gentechnisch erhöhten
Resistenz gegen die Kraut- und Knollenfäule. Die Feldversuche waren
laut Unternehmensangaben im April 2007 vom Bundesamt für
Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit genehmigt worden. Die
Versuchsknollen seien dann im April dieses Jahres gepflanzt worden.
(ddp)
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