14:35 | 20.08.2008
Camper von Energiepreisen unbeeindruckt
Düsseldorf (ddp-nrw). Die deutschen Hersteller von Wohnwagen und
Reisemobilen reagieren mit sparsameren Modellen auf die steigenden
Energiepreise. Auf der Ende August beginnenden Branchenmesse Caravan
Salon Düsseldorf stehen vor allem Einsteigermodelle mit weniger
Gewicht und weniger Kraftstoffverbrauch im Mittelpunkt, wie der
Caravaning Industrie Verband (CIVD) am Mittwoch in Düsseldorf
mitteilte.
Unabhängig von den höheren Kraftstoffkosten ist die Beliebtheit
des Urlaubs mit Wohnwagen oder Reisemobil ungebrochen. Nach Angaben
des CIVD wurden im ersten Halbjahr 14 736 Wohnmobile neu zugelassen.
Das ist ein Plus von 13,6 Prozent zum gleichen Zeitraum des Vorjahres
und zugleich das beste Halbjahresergebnis seit 1992. Bei den
Wohnwagen blieb die Zahl der Zulassungen dagegen mit plus 0,6 Prozent
auf 12 069 Caravans nahezu stabil.
Auch die Produktion der deutschen Hersteller von Wohnwagen und
Reisemobilen zeigt sich trotz konjunktureller Eintrübungen in
robuster Verfassung. Im ersten Halbjahr ließ die Branche 56 701
Freizeitfahrzeuge vom Band – ein Zuwachs von 38 Einheiten und damit
eine zum Vorjahr stabile Entwicklung. Weiterhin geht auch in der
Fertigung der Trend zum Reisemobil. Hier stieg die Produktion um 12,5
Prozent auf 25 663 Fahrzeuge, während es bei Wohnwagen mit 31 038
Einheiten 8,3 Prozent weniger waren.
«Angesichts der dramatischen europaweiten Entwicklung der
Energiekosten und der angeschlagenen Konjunktur ist diese
Gesamtentwicklung der Produktionszahlen erfreulich», sagte
CIVD-Geschäftsführer Hans-Karl Sternberg. Bei einer anhaltenden
Abkühlung der Konjunktur schließt Sternberg aber für das zweite
Halbjahr Kürzungen bei der Produktion nicht aus. Dem insgesamt
rückläufigen verfügbaren Einkommen der Verbraucher könne sich auch
die Caravaningindustrie nicht entziehen.
Zufrieden zeigen sich die deutschen Hersteller unterdessen
weiterhin mit ihrer führenden Position in Europa. Von den 2007
europaweit neu zugelassenen 205 000 Freizeitfahrzeugen kamen rund die
Hälfte der 115 000 Caravans und 40 Prozent der 90 000 Reisemobile aus
deutscher Produktion. Den Durchschnittspreis eines Reisemobils
beziffert der CIVD auf rund 54 000 Euro und damit knapp 18 Prozent
mehr als noch im Jahr 2000.
Auf der Caravan Salon sind vom 30. August bis einschließlich 7.
September mehr als 2000 Freizeitfahrzeuge zu sehen – vom
Kleinwohnwagen ab 6000 Euro über Familien-Reisemobile bis hin zum
millionenschweren Luxus-Reisemobil. Erwartet werden mehr als 160 000
Besucher. Neben den Fahrzeugen bietet die Messe darüber hinaus einen
umfassenden Überblick über Zubehör und touristische Ziele für Camper.
(ddp)
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