IG Metall hält trotz Finanzkrise an acht Prozent mehr Geld fest
Essen (ddp-nrw). Ungeachtet der Finanzkrise hält die IG Metall an
ihrer Forderung nach acht Prozent mehr Geld für die 700 000
Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in
Nordrhein-Westfalen fest. «Mit Lohnzurückhaltung kann die Finanzkrise
nicht bewältigt werden», sagte das für die Tarifpolitik zuständige
Vorstandsmitglied der IG Metall, Helga Schwitzer, am Samstag in
Essen. Sie fügte hinzu: «Wir büßen schon jetzt als Steuerzahler für
eine Krise, die nicht wir, sondern unverantwortliche Renditejäger des
Kasino-Kapitalismus zu verantworten haben.» Zum jetzigen Zeitpunkt
wären kräftige Lohnerhöhungen das beste Konjunkturprogramm, weil sie
die Binnenkaufkraft stärkten.
Die Gewerkschafterin warf den Arbeitgebern vor, die Konjunktur
schwarz zu malen. «Ja, es gibt Risiken, die Wachstumsraten werden
schwächer, aber wir haben immer noch Wachstum und zwar aufbauend auf
einem sehr hohen Niveau», sagte Schwitzer. Sie plädierte für eine
schnelle Tarifrunde, um Planungssicherheit sowohl für die Unternehmen
wie auch für die Beschäftigten zu schaffen. Noch im Oktober erwarte
die IG Metall ein «gutes Angebot, sonst ist am 1. November, 0.00 Uhr
Warnstreikbeginn», sagte Schwitzer.
(ddp)
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