12:05 | 07.01.2009
CDU will keinen Nachtragshaushalt für Qimonda-Rettung
Dresden (ddp-lsc). Die Mehrheit der CDU-Landtagsfraktion steht
einem Nachtragshaushalt für ein Qimonda-Rettungspaket skeptisch
gegenüber. Es gebe andere Haushaltsmöglichkeiten, um solch ein Paket
zu finanzieren, sagte Fraktionssprecher Dirk Reelfs am Mittwoch in
Dresden auf ddp-Anfrage. Generell liege der CDU sehr viel daran, dass
Qimonda in Dresden erhalten bleibe. Die bisherigen Vorschläge für ein
Rettungskonzept seitens des Unternehmens und des Mutterkonzerns
Infineon seien aber noch zu unkonkret. In erster Linie sei die
Finanzierung eines Rettungspakets Sache der Unternehmen, die
sächsische Politik sei aber zur Hilfe bereit.
Nach dem kurz vor Weihnachten verkündeten Lösungsmodell soll es
über eine Investitionsbank Portugals 100 Millionen Euro, von Infineon
75 Millionen Euro und von Sachsen 150 Millionen Euro geben, um ein
Betriebsmitteldarlehen von Qimonda in Höhe von 325 Millionen Euro zu
finanzieren. Ursprünglich hatte Sachsen von Infineon ebenfalls einen
Beitrag in Höhe von 150 Millionen Euro sowie den Aufbau von 480 neuen
Qimonda-Arbeitsplätzen am Standort Dresden gefordert.
(ddp)
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