18:17 | 08.06.2009
Rendsburger Nobiskrug-Werft setzt Geschäftsbetrieb fort
Rendsburg (ddp-nrd). Die von Insolvenz bedrohte Rendsburger
Traditionswerft Nobiskrug kann ihre Arbeit fortsetzen. «Die Werft
bleibt liquide, der Geschäftsbetrieb geht weiter», sagte
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) am
Montag in Kiel. Zuvor hatten sich Vertreter des Werftenverbundes
ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS), der Banken, der Landesregierung
und der Geschäftsführung auf ein entsprechendes Konzept geeinigt.
Nach Angaben der Staatskanzlei steigt der Investor Abu Dhabi Mar
im Wege einer Kapitalerhöhung bei der Werft ein. Außerdem stellt der
Werftverbund TKMS Garantien für Jachtaufträge und das Land
Schleswig-Holstein bürgt für einen Bauzeitfinanzierungskredit. Die
jeweiligen Eigner oder Gremien haben dem «Memorandum of
Understanding» bereits zugestimmt. Der erste Teil der
Zwischenfinanzierung in Höhe von drei Millionen Euro wird Nobiskrug
spätestens am Dienstag zur Verfügung stehen.
Die 1905 gegründete Nobiskrug-Werft ist auf den Neubau
mittelgroßer Mega-Jachten, den Refit- und Reparaturservice
spezialisiert. Das Schiffbauunternehmen hat 430 Beschäftigte.
Deutschlands größter Stahlkonzern ThyssenKrupp hatte die defizitäre
Rendsburger Traditionswerft Nobiskrug im vergangenen Jahr an die auf
Guernsey ansässige Eagle River Capital Ltd. verkauft.
(ddp)
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