12:02 | 10.03.2010
Verband: Es wird keine Rekorde mehr bei Auto-Zulassungen geben
Leipzig (ddp-lsc). Die Kfz-Neuzulassungen in Deutschland werden
nach Schätzungen des Verbandes der Internationalen
Kraftfahrzeughersteller (VDIK) auf absehbare Zeit nicht mehr über die
Drei-Millionen-Marke hinauskommen. «Wir werden uns auf diese Zahlen
einzustellen haben», sagte VDIK-Präsident Volker Lange am Mittwoch in
Leipzig, einen Monat vor der Automobilmesse AMI.
Rekordwerte wie 4,2 Millionen neu zugelassene Wagen wird es nach
Überzeugung Langes in Zukunft nicht mehr geben. Darauf müssten sich
auch Industrie sowie Händler und Werkstätten einstellen.
In den ersten zwei Monaten des Jahres wurden laut Verband 376 000
Pkw neu zugelassen, ein Minus von 19,5 Prozent im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum. Gegenüber 2008, als es noch keine Abwrackprämie
gab, ist es immer noch ein Rückgang von 16,3 Prozent.
Auch Elektroautos könnten an diesem Trend nichts ändern, sagte
Lange. Das angestrebte Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine
Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu haben, sei zwar
anzuerkennen. Aber bei knapp 43 Millionen Autos in Deutschland sei
dies doch eine sehr geringe Zahl, sagte Lange. Elektroautos würden
auf absehbare Zeit kein Massenprodukt sein, was auch daran liege,
dass die staatliche Förderung in Deutschland so gering sei. «Es gibt
30 Euro Förderung in Form einer Steuerersparnis», rechnete Lange vor.
Dänemark beispielsweise gewähre Zuschüsse bis zu 5000 Euro zur
Anschaffung eines Elektroautos.
Trotz Auslaufens der Abwrackprämie erwartet die AMI in Leipzig in
diesem Jahr wieder ein steigendes Besucherinteresse. Als Ziel werden
bis zu 300 000 Gäste angepeilt, wie Messe-Geschäftsführer Martin
Buhl-Wagner sagte. Im vergangenen Jahr waren lediglich rund 250 000
Besucher gekommen. Vom 10. bis 18. April zeigen rund 500 Aussteller
ihre Neuheiten. Mit dabei sind wieder alle deutschen Hersteller,
nachdem im vergangenen Jahr BMW seine Teilnahme abgesagt hatte. Dafür
muss die Messe Abstriche bei den ausländischen Herstellern hinnehmen.
So werden beispielsweise Nissan, Suzuki und Mitsubishi nicht auf der
AMI ausstellen.
(ami-leipzig.de)
(ddp)
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