16:22 | 12.03.2010
Carlsberg verkauft 2009 weniger Bier
Hamburg (ddp-nrd). Die rückläufige Entwicklung des deutschen
Biermarktes hat sich 2009 auch auf die Brauerei-Gruppe Carlsberg
Deutschland ausgewirkt. Insgesamt seien rund 5,3 Millionen Hektoliter
Bier abgesetzt worden, sagte der Deutschland-Chef der Gruppe,
Wolfgang Burgard, am Freitag in Hamburg. 2008 hatte der Absatz 6,2
Millionen Hektoliter Bier betragen. Als Gründe nannte Burgard,
zugleich Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, unter anderem den
Verkauf der Feldschlößchen Brauerei in Braunschweig. Insgesamt
verzeichnete der deutsche Biermarkt 2009 einen Rückgang beim
Pro-Kopf-Verbrauch zwischen zwei und zweieinhalb Prozent im Vergleich
zum Vorjahr.
Dennoch sieht Burgard die international agierende Gruppe in einem
stabilen Zustand. In Nord- und Osteuropa sei Carlsberg die Nummer
Eins und weltweit in 150 Märkten vertreten. 43 Prozent ihres Umsatzes
macht die Gruppe in Nord- und Westeuropa, 44 Prozent in Osteuropa.
Das Unternehmen besitzt die Marken Carlsberg, Holsten, Lübzer, Astra
und Duckstein und rangiert hierzulande auf dem siebten Rang der
Anbieter. «Das Kerngebiet der Verbreitung» sei unverändert Nord- und
Ostdeutschland, sagte Burgard.
Im Zuge der globalen Wirtschaftskrise erwartet der
Deutschland-Chef der Gruppe auch für die Bierbranche weiterhin
erschwerte Bedingungen. So wirkten sich insbesondere die Einbrüche in
der Gastronomie und im Eventbereich auf Carlsberg aus. «Seit Herbst
2008 verzeichnet die Gastronomie einen Umsatzrückgang von bis zu 20
Prozent, im Einzelfall sogar von bis zu 25 Prozent», sagte Burgard.
Ebenso habe das Rauchverbot in Restaurants und Kneipen negative
Auswirkungen gehabt. Ferner hat der strenge Winter einen
erfolgreichen Start in das laufende Jahr verhindert.
«Wir brauchen wieder mehr Bier trinkende Menschen», sagte Burgard.
Mit diversen Treueaktionen etwa will das Unternehmen künftig Kunden
binden.
(ddp)
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