WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

15:46 | 12.03.2010
Müllunternehmer Trienekens legt Teilgeständnis ab

Köln (ddp). Der frühere Müllunternehmer Hellmut Trienekens hat im
Untreue-Prozess vor dem Kölner Landgericht ein Teilgeständnis
abgelegt. Nach Gerichtsangaben vom Freitag räumte Trienekens nach
einer Übereinkunft mit den anderen Prozessbeteiligten ein,
Scheinrechnungen ohne Gegenleistung erstellt zu haben.

Laut Anklage soll Trienekens von Dezember 1996 bis Januar 2002 mit
den so eingenommenen Geldern Zahlungen von seinen Firmenkonten an ein
Schweizer Unternehmen veranlasst haben. Laut Staatsanwaltschaft
sollte mit diesen Überweisungen eine «schwarze Kriegskasse» aufgebaut
werden, die als «nützliche Aufwendungen» titulierte
Schmiergeldzahlungen an Politiker und andere Entscheider finanzieren
sollte. In den Geschäftsbüchern sollen diese Zahlungen in Höhe von
rund sieben Millionen Euro nicht aufgetaucht sein.

Wegen seines Teilgeständnisses kann Trienekens nun mit einer
kombinierten Freiheits- und Geldstrafe rechnen. Dabei soll es eine
maximale Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung geben. Das Urteil
soll am 23. März verkündet werden. Trienekens gehört zu den
Hauptfiguren im Kölner Müll- und Parteispendenskandal, der 2002
bekanntgeworden war.

(ddp)


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