WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

19:26 | 17.03.2010
Bundesregierung will maritime Wirtschaft unterstützen

Rostock (ddp). Vor der am Donnerstag in Berlin stattfindenden
Finanzierungskonferenz der maritimen Wirtschaft hat der Koordinator
der Bundesregierung für die Branche, Wirtschaftsstaatssekretär
Hans-Joachim Otto (FDP), die grundsätzliche Bereitschaft für
staatliche Hilfen bekräftigt. «Klar ist, dass es in erster Linie die
Branche selbst ist, die – im Verbund mit den Banken – Wege aus den
Finanzierungsengpässen suchen muss. Die Bundesregierung wird diesen
Prozess koordinieren und – wo möglich – unterstützen», sagte Otto der
«Ostsee-Zeitung» (Donnerstagausgabe).

Bei dem Gespräch gehe es nicht um einzelne Werften, sondern um
branchenweite Krisenbewältigung. Alles andere wäre eine
Wettbewerbsverzerrung, warnte Otto vor allzu hohen Erwartungen. Er
erinnerte daran, dass etwa die Werften und Reeder vom Kredit- und
Bürgschaftsprogramm «Wirtschaftsfonds Deutschland» Gebrauch machen
könnten.

Mit Blick auf die Not leidenden Nordic Yards Werften in
Rostock-Warnemünde und Wismar sagte Otto, er sei nach wie vor
zuversichtlich, dass der Eigner Witalij Jussufow «willens und in der
Lage» sei, ein Finanzierungskonzept für neue Aufträge, etwa für das
100-Millionen-Euro-Projekt eines eisbrechenden Tankers für Russland,
auf die Beine zu stellen. Es stünden auch neue Aufträge in Aussicht.

(ddp)


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