16:45 | 21.08.2008
Allianz Deutschland steigert Umsatz und Ergebnis
München (ddp). Der Versicherungskonzern Allianz Deutschland hat im
ersten Halbjahr seinen Umsatz gesteigert. Die Beitragseinnahmen seien
um 6,1 Prozent auf 14 Milliarden Euro gewachsen, teilte das
Unternehmen mit Sitz in München am Donnerstag mit. Die gute
Entwicklung beruhe auf einem Umsatzanstieg um 15,1 Prozent auf 6,7
Milliarden Euro in der Lebensversicherung. Dank Veräußerungsgewinnen
aus dem Verkauf von selbstgenutzten Immobilien und der Rückführung
von Aktienbeständen verdoppelte sich der Gewinn den Angaben nach auf
1,5 Milliarden Euro.
In der Schadens- und Unfallversicherung ging der Umsatz um 1,0
Prozent auf 5,8 Milliarden Euro zurück. Es habe hohe
Schadensbelastungen aufgrund zahlreicher Sturm- und Hagelunwetter
gegeben. In der privaten Krankenversicherung sanken die
Beitragseinnahmen um 0,6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, da die
Prämienanpassungen zum 1. Januar 2008 über die Hälfte geringer
ausfielen als im Vorjahr.
In seinem Ausblick verwies das Unternehmen auf den sehr intensiven
Wettbewerb in der Schadens- und Unfallversicherung. In der zweiten
Jahreshälfte werde man sich auf nachhaltiges Geschäft konzentrieren,
hieß es. In der privaten Krankenversicherung werde das Marktumfeld
schwierig bleiben. Jedoch könnte die Einführung des Gesundheitsfonds
und der zu erwartende Beitragsanstieg in der gesetzlichen
Krankenversicherung für einen Schub in der privaten Vollversicherung
sorgen. Trotz der Unsicherheiten erwartet Allianz Deutschland auch
für das Gesamtjahr insgesamt steigende Umsätze und ein befriedigendes
Ergebnis.
Unterdessen wurde bekannt, dass die Mutter von Allianz
Deutschland, Europas größter Versicherungskonzern Allianz, offenbar
eine Verkleinerung des Vorstands plant. Er solle in den kommenden
zwei Jahren von derzeit elf Mitgliedern auf sieben bis acht
verkleinert werden, berichtete die «Financial Times Deutschland»
(Freitagausgabe) unter Berufung auf Versicherungskreise.
Allianz-Finanzvorstand Helmut Perlet sei 61 Jahre alt und dürfte
an einen Rückzug denken, hieß es in dem Bericht. Als Nachfolger in
dieser Funktion werde Oliver Bäte gehandelt, 43 Jahre alt und seit
Januar 2008 Vorstandsmitglied der Allianz. Jean-Philippe Thierry
werde im Oktober 60, im November folge Deutschland-Chef Gerhard
Rupprecht. Sollte die Tochter Dresdner Bank wie geplant verkauft
werden, würde auch Bank-Chef Herbert Walter kaum im SE-Vorstand
bleiben.
(ddp)
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