15:44 | 14.04.2009
Anbau-Verbot von Genmais in Brandenburg begrüßt
Potsdam (ddp-lbg). Das von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse
Aigner (CSU) ausgesprochene Verbot des Genmais-Anbaus ist bei
Politikern und Umweltverbänden in Brandenburg auf Zustimmung
gestoßen. Brandenburgs Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) begrüßte
die bundesweite Entscheidung eines Anbauverbots der Genmaissorte MON
810. Aigner hatte ihre Entscheidung am Dienstag damit begründet,
«dass es berechtigten Grund zu der Annahme gibt, dass der genetisch
veränderte Mais der Linie MON 810 eine Gefahr für die Umwelt
darstellt».
Der Landesvorsitzende des Naturschutzbundes Brandenburg (NABU),
Tom Kirschey, sprach von einem «längst überfälligen» Verbot. Der
Anbau müsse so lange ausgesetzt werden, bis der Nachweis erbracht
sei, dass keinerlei negative Folgen für Mensch und Natur zu
befürchten seien, unterstrich Kirschey.
Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm betonte, dass die
massiven Proteste von Bauern und Imkern «nun endlich Wirkung gezeigt»
hätten. Da Brandenburg Spitzenreiter beim Anbau von MON 810 gewesen
sei, sei die Entscheidung eine «Weichenstellung» für die Mark. Das
Verbot bringe Brandenburg einen entscheidenden Schritt in Richtung
einer gentechnikfreien Landwirtschaft näher, unterstrich die
Politikerin weiter.
(ddp)
|