11:22 | 18.08.2008
Arbeitnehmer in Brandenburg verdienen weniger
Potsdam (ddp-lbg). Im bundesweiten Vergleich erhalten die
Beschäftigten in Brandenburg rund ein Viertel weniger Geld für ihre
Arbeit. Der Bruttojahresverdienst vollzeittätiger Arbeitnehmer
inklusive Sonderzahlungen lag im vergangenen Jahr in der Mark bei
durchschnittlich 30 490 Euro, wie das Amt für Statistik
Berlin-Brandenburg am Montag in Potsdam mitteilte. Damit verdienten
sie im deutschlandweiten Vergleich rund 10 000 Euro weniger. Bei den
Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie
Leistungsprämien erreichten sie mit durchschnittlich 2084 Euro sogar
nur knapp die Hälfte des Bundesniveaus.
Bei der Höhe des Einkommens gibt es weiterhin große Differenzen
zwischen West- und Ostdeutschland. Während die vollzeittätigen
Arbeitnehmer in den alten Bundesländern im Schnitt 42 129 Euro
verdienten, erhielten ihre Kollegen im Osten durschnittlich 29 289
Euro. Der Verdienst der Beschäftigten in Brandenburg liege aufgrund
der Nähe zu Berlin etwas über dem Schnitt der neuen Bundesländer,
sagte eine Sprecherin des Statistikamtes.
Der durchschnittliche Jahresverdienst der Frauen betrug in
Brandenburg 29 163 Euro, das entspricht 94 Prozent des Verdienstes
ihrer männlichen Kollegen. Die Männer verdienten im Durchschnitt 31
183 Euro. Im Schnitt arbeiteten Frauen 39,1 Stunden pro Woche und
Männer 39,6 Stunden. Weibliche Beschäftigte erhielten 1850 Euro
Sonderzahlungen, Männer kamen auf 2206 Euro.
Beim Verdienst gab es in den verschiedenen Branchen erhebliche
Unterschiede. Zu den Gewinnern gehörten die Angestellten in der
Energie- und Wasserversorgung, sie verdienten im Schnitt 43 451 Euro
pro Jahr. Sie erhielten mit 5236 Euro auch die höchsten
Sonderzahlungen. Das Ende der Skala bildeten die Beschäftigten des
Gastgewerbes mit einem Bruttojahresverdienst von 18 243 Euro. Die
Sonderzahlungen lagen hier bei 378 Euro.
(ddp)
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