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13:31 | 26.10.2010
Ausbildungspakt: DGB kritisiert neue Arbeitgeberforderungen
Berlin (dapd). Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wird sich nun doch nicht am Ausbildungspakt von Bundesregierung und Wirtschaftsverbänden beteiligen. Der DGB sagte seine Teilnahme am Dienstag ab. Die stellvertretende Vorsitzende Ingrid Sehrbrock warf der Bundesregierung vor, auf Druck der Arbeitgeber eingeknickt zu sein und ihr Wort gegenüber den Gewerkschaften nicht gehalten zu haben. Zudem würden die Pakt-Partner sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt weiterhin schönrechnen. Der DGB sei bereit gewesen, sich auf Grundlage der Einigung vom Montag im Interesse der jungen Menschen an dem Pakt zu beteiligen, sagte Sehrbrock. Noch am späten Abend hätten die Arbeitgeber-Verbände aber “mit neuen Forderungen zu Verschlechterungen beim Jugendarbeitsschutz und der Anerkennung von zweijährigen Schmalspur-Ausbildungen die eigentlich schon abgeschlossenen Verhandlungen scheitern lassen”. Dass die Bundesregierung nun einen Pakt ohne die Gewerkschaften unterzeichne, sei ein handfester Skandal, sagte Sehrbrock. “Einmal mehr lässt sich die Bundesregierung von der Wirtschaft ihre Politik ins Blatt diktieren”, fügte sie hinzu. Regierung und Arbeitgeber hätten die historische Chance auf einen sozialen Konsens im Ausbildungspakt verspielt. dapd |
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