WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

1:23 | 10.10.2008
Autoexperte rechnet mit Schließung des Ford-Werkes in Köln

Berlin (ddp-nrw). Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer rechnet
mit einer Krise in der deutschen Automobilindustrie und der
Schließung des Ford-Motorenwerks in Köln. »Das ist nicht mehr zu
retten, das ist nach meiner Einschätzung weg«, sagte Dudenhöffer der
«Berliner Zeitung» (Freitagausgabe) laut Vorabbericht. Auch bei den
Zulieferern werde es zu Schließungen kommen.

Die Krise der amerikanischen Autowirtschaft habe Deutschland und
Westeuropa voll erwischt, sagte Dudenhöffer. Selbst Wachstumsmärkte
wie China und Brasilien liefen nicht mehr automatisch. Dies werde
erhebliche Auswirkungen auf die Arbeitsplätze haben, sagte der
Fachmann. «Ich schätze, dass allein im nächsten Jahr vermutlich 10
000 bis 20 000 Arbeitsplätze bei deutschen Automobilherstellern
gestrichen werden», sagte Dudenhöffer. Für die kommenden zehn Jahre
rechne er mit dem Abbau von 100 000 Arbeitsplätzen in Deutschland.
Die deutschen Hersteller müssten sich über die nächsten drei Jahre
retten. «Dann werden viele Modelle mit spritsparenden Antrieben in
Serie auf den Markt kommen. Das könnte die Nachfrage wieder beleben»,
sagte Dudenhöffer.

(ddp)


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