9:22 | 29.10.2009
Autozulieferer Continental spart sich aus der Krise
Hannover (ddp). Der Autozulieferer Continental spart sich langsam
aus der Krise. Zwar blieb dem DAX-Konzern im abgelaufenen Quartal
unter dem Strich ein Verlust von 1,04 Milliarden Euro, wie das
Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Grund dafür war jedoch auch eine
massive Aufräumaktion in der Bilanz. Conti hatte 875,8 Millionen Euro
auf den Firmenwert der im Herbst 2007 erworbenen Siemens VDO
abgeschrieben. Damit dürfte auch der Weg für eine milliardenschwere
Kapitalerhöhung frei sein.
Am Umsatz des dritten Quartals lässt sich die noch immer
schwächelnde Nachfrage der Autokonzerne nach Elektronikbauteilen,
Fahrzeugkomponenten und Reifen ablesen, zumal Conti vom boomenden
chinesischen Markt kaum profitiert. Der Erlös fiel von Juli bis
September um 9 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Analysten hatten im
Schnitt nur mit knapp 5,0 Milliarden Euro gerechnet.
Operativ blieb Conti im dritten Quartal in den schwarzen Zahlen.
Die Hannoveraner erzielten vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf
den Firmenwert der einstigen Siemens VDO einen Gewinn von 413,4
Millionen Euro. Das war sogar ein deutliches Plus von 30 Prozent im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Bislang hält Conti daran fest, bis Jahresende einen Gewinn
einzufahren, sofern es zu keinen neuerlichen Abschreibungen kommt. Um
das zu erreichen, hatten die Hannoveraner massiv den Rotstift
angesetzt. So wurde die Kurzarbeit ausgeweitet, Tausende Jobs
gestrichen, Investitionen heruntergefahren, Werke geschlossen und
Projekte verschoben.
(ddp)
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