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BASF beginnt bei Bütow mit Anbau der Gen-Kartoffel Amflora

Bütow/Ludwigshafen (ddp-nrd). Trotz massiver Proteste in den
vergangenen Wochen hat das Chemieunternehmen BASF am Montag in der
Nähe von Bütow (Müritzkreis) mit dem Anbau der umstrittenen
Gen-Kartoffel Amflora begonnen. Auf einer Fläche von 15 Hektar
sollten rund 900 000 Pflanzkartoffeln in die Erde gebracht werden,
sagte eine Unternehmenssprecherin in Ludwigshafen auf ddp-Anfrage.

Die Polizei sicherte mit 40 Beamten die Pflanzaktion ab. Drei
Greenpeace-Aktivisten hätten die Pflanzungen beobachtet, sie aber
nicht gestört, teilte die Polizei mit. Das Feld wird gegen Angriffe
von Umweltaktivisten permanent durch Wachpersonal geschützt, das
Areal soll aber nicht mehr eingezäunt werden wie im Vorjahr.

In den vergangenen Wochen hatten wiederholt Aktivisten von
Greenpeace gegen den bundesweit einzigen Amflora-Anbau protestiert.
Unter anderem waren Knollen von zwei gentechnikfreien Sorten auf das
Feld geworfen und eingegraben worden. Der Acker sei danach mit viel
Aufwand beräumt worden, sagte Denis Behrendt, Versuchstechniker des
Gutes Bütow. Herkömmliche Kartoffeln und Amflora dürften sich nicht
vermischen.

Wegen einer ähnlichen Protestaktion im vergangenen Jahr stehen am
Mittwoch (21. April) zwei Männer vor dem Amtsgericht Waren, die
ebenfalls Biokartoffeln auf ein für Amflora vorbereitetes Feld
geworfen hatten.

Die Umweltorganisation Greenpeace kritisierte den Anbaubeginn und
forderte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) erneut
auf, den Anbau der Gen-Kartoffel zu untersagen. Amflora sei
unzureichend auf ihre Sicherheit geprüft worden, was einer Richtlinie
der EU widerspreche, sagte ein Sprecher der Organisation.

BASF verspricht sich von der gentechnisch veränderten Kartoffel
einen höheren Ertrag von Stärke, die in der Papier-, Garn- oder
Klebstoffindustrie verwendet wird. Erst im Februar hatte die
EU-Kommission den kommerziellen Anbau von Amflora genehmigt.

(ddp)

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