WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

14:23 | 24.11.2009
Beschäftigte wehren sich gegen Schließung des Suhler Druckzentrums

Suhl (ddp-lth). Die Beschäftigten des Druckzentrums der Zeitung
«Freies Wort» in Suhl wehren sich gegen die Schließung des Standorts.
Auf einer Betriebsversammlung seien die Gesellschafter aufgefordert
worden, ihren Beschluss zu revidieren, teilte die Gewerkschaft ver.di
am Dienstag mit.

«Ohne Not sollen über 100 Beschäftigte gekündigt und in die
Arbeitslosigkeit geschickt werden», sagte der Fachbereichsleiter
Medien bei ver.di Mitteldeutschland, Michael Kopp. Das sei nicht
akzeptabel und auch betriebswirtschaftlich nicht begründbar.

Die Gesellschafter der Tageszeitung «Freies Wort» sind zu 70
Prozent der Süddeutsche Verlag (SV) in München und zu 30 Prozent die
SPD-eigene Medienholding DDvG in Hamburg. Sie hatten vergangene Woche
beschlossen, den Standort Suhl abzuwickeln und eine externe Firma mit
dem Druck zu beauftragen.

«Auch die Thüringer Landesregierung ist jetzt dringend gefordert»,
sagte die Betriebsratsvorsitzende Conny Bauer. Sie wolle sich um
Gesprächstermine mit den SPD-Ministern Christoph Matschie und
Matthias Machnig bemühen.

(ddp)


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