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12:44 | 29.07.2010
Bundesregierung schöpft aus Arbeitsmarktzahlen Optimismus
Nürnberg (ddp). Die Bundesregierung hat sich zufrieden mit den jüngsten Arbeitsmarktzahlen geäußert. Die Juli-Daten lieferten «gute Gründe, mit Optimismus in den Herbst zu gehen», sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Donnerstag. Der jahreszeitlich bedingte Anstieg der Arbeitslosenzahlen sei in diesem Sommer sehr verhalten ausgefallen, sagte sie. Diesen Effekt herausgerechnet seien sogar 20 000 Menschen weniger arbeitslos als im Juni. Bei dieser Entwicklung helfe nach wie vor die Kurzarbeit. Sie spiele «eine geringere, aber weiter wichtige Rolle», sagte die Ministerin. Besonders ermutigend sei, dass trotz des leichten Anstiegs der Arbeitslosenzahlen insgesamt die Zahl der Langzeitarbeitslosen sinke. Trotzdem dürfe man nicht den Fehler machen, die Krise mit ihren Folgen für den Arbeitsmarkt für beendet zu erklären. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sagte, die konjunkturelle Erholung habe inzwischen nahezu alle Bereiche der deutschen Wirtschaft erfasst und gebe dem Arbeitsmarkt starke Impulse. «Die Aussichten sind gut, dass wir bei der Arbeitslosigkeit zum Ende dieses Jahres die Drei-Millionen-Marke unterschreiten», sagte Brüderle. Wachsende Beschäftigung, weniger Kurzarbeit und eine bessere Kapazitätsauslastung sorgten ihrerseits für höhere Arbeits- und Gewinneinkommen sowie Zukunftsvertrauen. Das fördere Kauflaune, Konsum und Investitionstätigkeit. Zuvor hatte die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitgeteilt, dass die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Juli leicht gestiegen sei. Offiziell seien 3,192 Millionen Menschen als arbeitslos gemeldet. Das seien 39 000 mehr als im Vormonat, aber 271 000 weniger als im Juli 2009. Die Arbeitslosenquote habe sich im Vergleich zum Vormonat von 7,5 auf 7,6 Prozent erhöht. ddp |
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