WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

14:55 | 28.02.2008
Chemie-Tarifverhandlungen ergebnislos vertagt

Velbert (ddp-nrw). Die Tarifverhandlungen für die chemische
Industrie im Landesbezirk Nordrhein sind am Donnerstag ergebnislos
vertagt worden. Die Arbeitgeber hätten die Forderung nach sieben
Prozent mehr Lohn und Gehalt für die rund 100 000 Beschäftigten der
Branche als unrealistisch zurückgewiesen, sagte der
Verhandlungsführer der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
(IG BCE), Peter Hausmann, nach den Verhandlungen in Velbert.
Gesprächsbereitschaft hätten die Arbeitgeber hingegen bei der
Verlängerung des Tarifvertrags «Zukunft durch Ausbildung»
signalisiert. Am 1. April sollen die Verhandlungen auf Bundesebene
fortgesetzt werden.

Angesichts der guten wirtschaftlichen Lage seien die
Einkommensforderungen der Gewerkschaft gerechtfertigt, sagte Hausmann
weiter. Seit mehr als vier Jahren seien in Nordrhein Umsatzzuwächse
erzielt worden und auch für dieses Jahr seien die Auftragsbücher
voll. «Vor jeder Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber die
wirtschaftliche Situation schlecht geredet. Dieses Vorgehen hat
nichts mit Realität zu tun, sondern mit Verdrehen von
wirtschaftlichen Tatsachen und dem Bemühen, tief zu stapeln, um
unsere Forderungen abzuwehren», sagte Hausmann.

Der bestehende Tarifvertrag läuft am Freitag aus.

(ddp)


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