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Computermesse CeBIT setzt 2011 auf verändertes Konzept
Hannover (ddp-nrd). Die Computermesse CeBIT in Hannover will
künftig mit einer noch klareren Struktur neue Zielgruppen ansprechen.
Die am Samstag nach fünftägiger Dauer zu Ende gegangene diesjährige
Schau habe optimale Voraussetzungen geschaffen, um mit einem
ausgebauten Konzept 2011 zu wachsen, sagte der Vorstand der Deutschen
Messe AG, Ernst Raue. Für die CeBIT 2010 verbuchten die Veranstalter
mit 334 000 Besuchern im Vorjahresvergleich einen leichten Zuwachs.
Der Branchenverband BITKOM begrüßte die Absicht, das CeBIT-Profil
weiter zu schärfen.
Das neue Konzept sieht vor, die Kernthemen der ITK-Branche in vier
anwenderorientierten Plattformen zu bündeln. So würden mit der «CeBIT
pro» die professionellen Anwender angesprochen, die «CeBIT gov»
richte sich an Behörden und öffentliche Einrichtungen, während die
«CeBIT lab» Anlaufpunkt für internationale Forschungsinstitute und
Universitäten werde, sagte Raue. Neue Plattform für von Hightech
begeisterte Verbraucher werde künftig die «CeBIT life».
Raue zeigte sich zufrieden mit der diesjährigen CeBIT. Der
Investitionsstau löse sich jetzt spürbar auf, sagte er. Zahlreiche
Unternehmen hätten von bis zu 30 Prozent mehr Geschäftskontakten auf
den Ständen im Vergleich zum Vorjahr berichtet. «Die Branche lässt
jetzt die Krise hinter sich und startet durch», sagte Raue. Insgesamt
beteiligten sich in diesem Jahr 4157 Unternehmen aus 68 Ländern an
der CeBIT.
BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer sagte, die CeBIT habe der
IT- und Kommunikationsbranche «genau den Schub gegeben, den sie nach
der Wirtschaftskrise braucht». In Hannover sei noch deutlicher
geworden als bisher, dass digitale Hightech «der Schlüssel zu den
großen gesellschaftlichen Herausforderungen ist, vom Datenschutz bis
zum Klimaschutz».
Das CeBIT-Profil 2011 sei die zweite Stufe der Weiterentwicklung,
die vor drei Jahren begonnen habe. Scheer begrüßte ausdrücklich, dass
Verbraucher künftig wieder stärker angesprochen würden. Die Branche
mache ein Drittel des Umsatzes mit Privatkunden, «und im Web 2.0
seien viele Menschen ohnehin zugleich Anwender und Produzenten»,
betonte er. Die Nachfrage der privaten Verbraucher sei «nach wie vor
gut». Stark gefragt seien derzeit vor allem Smartphones, mobile
Computer und Flachbildfernseher.
Bestandteil der Messe war in diesem Jahr mit der CeBIT Sounds!
erstmals die Musikbranche. Raue nannte die Resonanz im Markt darauf
«überzeugend». Schon jetzt stehe fest, dass die CeBIT Sounds!
weitergeführt werde, sagte er. Sie werde künftig «an der
Schnittstelle zwischen Musikbranche und ITK-Industrie den Takt
vorgeben».
Die CeBIT 2011 in Hannover beginnt am 1. März und schließt am 5.
März.
(ddp)
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