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13:31 | 29.07.2010
Conti bleibt auch im zweiten Quartal in den schwarzen Zahlen
Hannover (ddp\.djn). Der Automobilzulieferer Continental hat auch im zweiten Quartal deutlich schwarze Zahlen geschrieben. Dank weltweit anziehender Automobilverkäufe, eines starken Reifengeschäfts und strikten Sparkurses stand von April bis Juni unter dem Strich ein Gewinn von 121 Millionen Euro, wie der Hannoveraner MDAX-Konzern am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum, mitten in der Wirtschaftskrise, hatte der Konzern noch einen Verlust von 190 Millionen Euro ausgewiesen. Erfolge konnten die Hannoveraner auch beim Schuldenabbau vermelden. Conti stand durch den Siemens-VDO-Kauf Ende des Jahres 2009 mit knapp 8,9 Milliarden Euro bei den Geldgebern in der Kreide. Die Erlöse aus der Kapitalerhöhung im Januar von gut einer Milliarde Euro nutzte Conti zum Teil, um bis Ende Juni den Schuldenberg weiter auf 8,0 Milliarden Euro abzuschmelzen. Nach einem überraschend guten ersten Halbjahr hatte Conti Anfang Juli zum zweiten Mal seine Prognose für das laufende Jahr angehoben und erwartet nun 15 Prozent mehr Umsatz als im vergangenen Jahr. Auch unter dem Strich sollen nach zwei Jahren mit Milliardenverlusten wieder schwarze Zahlen stehen. Gestiegene Rohstoffkosten, vor allem für Naturkautschuk, die Kosten für die Schließung der Lkw-Reifenproduktion in Hannover, weitere Abschreibungen auf den Kaufpreis der einstigen Siemens VDO sowie anhaltend hohe Zinsen für Kredite und Anleihen dürften Conti zwar weiter belasten. Dennoch wollen die Hannoveraner eine bereinigte Rendite (Ebit-Marge) von 8,0 bis 8,5 Prozent nach 5,8 Prozent im Vorjahr erreichen. Im ersten Halbjahr lag die Rendite bei 8,0 Prozent. ddp |
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