9:12 | 30.07.2009
Conti verharrt im zweiten Quartal in den roten Zahlen
Hannover (ddp-nrd). Die anhaltende Flaute bei den
Automobilverkäufen hat den Zulieferer Continental auch im zweiten
Quartal unter Druck gesetzt. Trotz drastischer Sparmaßnahmen blieb
den Hannoveranern unter dem Strich ein Verlust von 189,8 Millionen
Euro, wie der MDAX-Konzern am Donnerstag mitteilte.
Nach dem noch deutlicheren Minus im Auftaktquartal sieht Conti
jedoch Anzeichen einer Trendwende, auch wenn das Unternehmen im
zweiten Quartal des Vorjahres noch einen Nettogewinn von 194,3
Millionen Euro eingefahren hatte.
Die schwache Nachfrage der Automobilkonzerne nach
Elektronikbauteilen, Fahrzeugkomponenten und Reifen schlug sich auch
im Umsatz nieder. Von April bis Juni fielen die Erlöse um 28 Prozent
auf 4,76 Milliarden Euro. Damit übertraf Continental allerdings den
Umsatz des Auftaktquartals 2009 um rund 460 Millionen Euro.
Operativ kehrte Conti von April bis Juni dagegen in die schwarzen
Zahlen zurück. Das Unternehmen erzielte vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen auf den Firmenwert der einstigen Siemens VDO einen
Gewinn von 283 Millionen Euro. Das war zwar ein Minus von 53 Prozent
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Von Januar bis März hatte Conti
operativ jedoch noch rote Zahlen geschrieben.
(ddp)
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