WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

13:17 | 19.06.2008
DBV fordert neue Verträge zwischen Molkereien und Milchbauern

Berlin (ddp). Anlässlich des Milchgipfels mit
Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) in Berlin am
Donnerstag hat der Deutsche Bauernverband (DBV) seine Positionen
untermauert. Die wirtschaftliche Situation der Milcherzeuger sei nach
wie vor völlig unbefriedigend und das Zusammenspiel der Marktpartner
sei gestört, teilte der DBV am Donnerstag mit. Deswegen fordere der
Verband verlässliche und marktorientierte Abschlüsse zwischen
Lebensmitteleinzelhandel und Molkereiwirtschaft. Die
Molkereiwirtschaft müsse kartellrechtlich mögliche
Anbietergemeinschaften vereinbaren und ihre Strukturen ändern.

Bezüglich der wahrscheinlich 2015 auslaufenden EU-Milchquote ist
laut DBV unter anderem ein Milchfonds zur Unterstützung der
Milchbauern notwendig. Dieser müsse bereits dieses Jahr durchgesetzt
werden und eine Höhe von 250 bis 300 Millionen Euro haben. Zudem
müsse ein Kostenentlastungsprogramm für Milchbauern aufgesetzt
werden, das die gestiegenen Belastungen für Energie, Futtermittel
oder Maschinen mitträgt. Dafür könnten beispielsweise die
Dieselbesteuerung gesenkt, bilanzielle Schwankungsrücklagen gebilligt
oder Markt- und Tierverluste ausgeglichen werden.

(ddp)


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