10:34 | 14.04.2009
Dehoga erwartet bis zu 60 000 Entlassungen in diesem Jahr
Baden-Baden (ddp). Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband
(Dehoga) befürchtet infolge der anhaltenden Wirtschaftskrise 50 000
bis 60 000 Entlassungen im Gastgewerbe in diesem Jahr. Diese Gefahr
bestehe, sagte Dehoga-Präsident Ernst Fischer am Dienstag dem SWR2.
In den führenden großen Hotels, auch in Berlin, hätten bereits Leute
ihren Job verloren. Zwar sei das Ostergeschäft gut gelaufen, jedoch
hätten vor allem die großen Hotels in den vergangenen Monaten bis zu
30 Prozent Umsatzverlust zu beklagen gehabt.
Fischer zufolge ist es durchaus möglich, dass es auch im Bereich
der kleinen Gastronomie Insolvenzen gibt. Trotzdem fordere das
Gastgewerbe keine Subventionen oder staatlichen Hilfen. Um jedoch der
Branche bessere Rahmenbedingungen zu geben, müsse die Mehrwertsteuer
im Gastgewerbe auf nur 7 Prozent statt der sonst üblichen 19 Prozent
ermäßigt werden, wiederholte Fischer eine bereits genannte Forderung.
«Wenn man weiß, dass 22 Länder in Europa reduzierte
Mehrwertsteuersätze für die Hotellerie haben, dann wird dies auch
deutlich», ergänzte er. Sieben Prozent Mehrwertsteuer auf
Gastfreundschaft seien das beste Konjunkturprogramm für mehr
Arbeitsplätze, mehr Nachfrage und auch mehr Investitionen. Bezüglich
der Arbeitsplätze nannte der Dehoga-Präsident die Zahl von rund 70
000 zusätzlichen Stellen.
(ddp)
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