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Deutsche Bahn verzichtet auf sogenannten Bedienzuschlag

Berlin (). Die Deutsche Bahn wird auf ihren umstrittenen
sogenannten Bedienzuschlag verzichten. Dies habe der Konzern am
Freitag entschieden, teilte das Unternehmen in Berlin mit.
Ursprünglich wollte die Bahn mit der Preiserhöhung um
durchschnittlich 3,9 Prozent zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember für
den Fahrkartenkauf am Schalter eine Gebühr von 2,50 Euro pro Strecke
erheben. Mit dem Vorhaben war der Konzern bei allen Parteien sowie
bei Verbraucherverbänden auf scharfe Kritik gestoßen.

Zwar hatte die Bahn erst am Mittwoch Zugeständnisse gemacht, indem
sie ankündigte, ältere Bahncard-Inhaber von der Gebühr ausnehmen zu
wollen. Allerdings spitzte sich die Situation zu, nachdem
bekanntgeworden war, dass die Extra-Gebühr nicht nur pro Kaufvorgang,
sondern pro Wegstrecke berechnet werden sollte. Bundeskanzlerin
Angela Merkel (CDU) soll einem Zeitungsbericht zufolge in einem
Telefonat mit dem Vorstandsvorsitzenden Hartmut Mehdorn ihr Unbehagen
ausgedrückt haben. Zuvor hatte bereits Bundesverkehrsminister
Wolfgang Tiefensee (SPD) die Führung des Staatskonzerns zur Aufgabe
der Pläne aufgefordert.

(ddp)

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