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21:38 | 08.08.2011
Deutsche Messe AG arbeitet sich aus der Verlustzone
Hannover (dapd). Die Deutsche Messe AG in Hannover schreibt nach verlustreichen Jahren wieder schwarze Zahlen. Der Veranstalter von Cebit, Hannover Messe und weiteren Leistungsschauen im In- und Ausland kündigte für 2011 ein positives operatives Ergebnis von mindestens 15 Millionen Euro an. “2011 ist das Jahr der Trendwende im operativen wie im strategischen Bereich”, sagte am Montag Messe-Chef Wolfram von Fritsch. Den letzten operativen Gewinn habe das Unternehmen 2007 verbucht. 2010 lag das Minus der AG bei 28 Millionen Euro. Der Vorstandsvorsitzende der Messe AG erwartet für dieses Jahr zudem eine Umsatzsteigerung um mehr als 60 Millionen auf über 275 Millionen Euro. Mit mehr als 125 Messen im In- und Ausland sei 2011 außerdem das bislang veranstaltungsstärkste Jahr der AG, sagte er. Im Ausland seien neun Messen hinzugewonnen worden. Die Auslandsmessen trügen jährlich etwa 35 Millionen Euro zum Umsatz bei. Diese Summe solle bis 2014 auf rund 50 Millionen Euro steigen. In diesem Jahr richtete die AG 48 Messen im Ausland aus. Messeplatz Schanghai trägt zum Gewinn bei Im kommenden Jahr wird der Messeveranstalter allerdings wieder einem Verlust verbuchen. “2012 wird es wieder eine rote Zahl sein”, sagte Fritsch. Ziel sei es aber, im Vierjahreszeitraum 2011 bis 2014 ein kumuliertes positives Ergebnis zu erreichen. Viele Messen der AG finden im Zwei-Jahres-Rhythmus statt. Die eigenen Veranstaltungen in Deutschland seien in ungeraden Jahren umsatzstärker, die im Ausland in geraden Jahren, berichtete Fritsch. Der Messeplatz in Schanghai, an dem die Messe beteiligt sei, werde dieses Jahr erstmals einen Gewinn abliefern, sagte Fritsch weiter. Vorher habe das Unternehmen dort alle Erträge in den Ausbau des Geländes reinvestiert. Künftig werde aus Schanghai jährlich ein positiver Ergebnisbeitrag im einstelligen Millionenbereich erwartet. Messehallen vorzeitig zurückgekauft Einige wichtige Hallen auf dem Messegelände in Hannover sind unterdessen wieder im Besitz der Messe AG. “Als erste deutsche Messegesellschaft haben wir einen Teil unseres Cross-Border-Leasing-Geschäfts beendet”, berichtete Fritsch. Die betroffenen Messehallen 1 und 3 waren nach seinen Angaben vor zehn Jahren an zwei US-Hypothekenbanken verkauft und von diesen zurück geleast worden. Mit der Abwicklung des Geschäfts habe man über die gesamte Laufzeit gesehen einen kleinen einstelligen Millionenüberschuss erzielt. Allerdings habe man die Halle 1, in der ein Umbau fällig sei, in den vergangenen Jahren nicht nutzen können, aber unterhalten müssen, sagte der Messe-Chef. Die Messe AG hatte vor zehn Jahren drei Viertel ihrer Immobilien verkauft und zurück geleast. Die übrigen Teile des Cross-Border-Leasing-Geschäfts werde man weiter beobachten und ebenfalls auflösen, wenn es wirtschaftlich sinnvoll sei, kündigte der Messe-Chef an. dapd |
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