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Deutscher Aktienmarkt schließt im Minus

Frankfurt/Main (ddp). Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag mit Verlusten geschlossen. Nach einem über weite Strecken freundlichen Tag drückten im späten Geschäft Gewinnmitnahmen auf die Kurse. Allein aus dem DAX hatten sieben Konzerne berichtet und aus der zweiten Reihe noch einmal sechs Unternehmen. Die Zahlenwerke seien überwiegend deutlich besser ausgefallen als erwartet, hieß es. Das sei aber in den vergangenen Tagen aber bei einigen Unternehmen zu Abgaben genutzt.

Letztlich verlor der Leitindex DAX 0,7 Prozent auf 6135 Punkte. Der MDAX büßte 1,1 Prozent auf 8405 Zähler ein, und der TecDAX gab 1,0 Prozent auf 772 Punkte nach. Grund für den späten Schwächeanfall sei zudem auch ein großes Terminbörsengeschäft in den USA.

In New York drehte die Wall Street nach freundlichem Beginn in die Verlustzone. Bis 18.00 Uhr sank der Dow-Jones-Index um 0,7 Prozent auf 10 423 Punkte. Der technologieorientierte Nasdaq Composite fiel um 1,0 Prozent auf 2242 Zähler.

Der Euro kostete am Abend 1,3085 Dollar. Am Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank einen Referenzkurs von 1,3069 Dollar festgestellt. Die Nachrichten aus dem Euroraum stützen nach Aussage einer Händlerin den Euro. Zum einen zeige sich der Arbeitsmarkt in Deutschland sehr robust, zum anderen habe sich das Geschäftsklima in der Eurozone im Juli überraschend stark aufgehellt.

Im DAX verbuchten Lufthansa nach der Vorlage von Zahlen mit einem Minus von 4,5 Prozent auf 12,22 Euro die größten Abschläge. MAN verloren ebenfalls nach der Präsentation ihres Zahlenwerks 3,9 Prozent auf 70,12 Euro. Beide Werte hatten zuletzt bereits stark zugelegt. Mit Siemens, BASF und Bayer standen weitere Titel am Tag ihrer Zwischenbilanzen unter Druck.

Am anderen Ende verteuerten sich Merck nach der Vorlage der Quartalszahlen um 4,6 Prozent auf 67,16 Euro. Volkswagen stiegen nach der Veröffentlichung der Halbjahresbilanz mit einer Gewinnverdreifachung um 3,1 Prozent auf 80,99 Euro. «Das sieht brillant aus und bestätigt, was man in den vergangenen Monaten an positiven Nachrichten aus dem Konzern gehört hat», sagte ein Marktteilnehmer.

In der zweiten Reihe verloren Puma nach Quartalszahlen 6,1 Prozent auf 221,60 Euro. Zwar seien die Zahlen im Rahmen der Erwartungen, im Vergleich zu den starken Berichten von adidas und Nike aber eher schwach, sagte ein Teilnehmer. Rhön-Klinikum ermäßigten sich um 5,5 Prozent auf 16,96 Euro. Wacker Chemie fielen um 5,2 Prozent auf 127,55 Euro. Zu den Verlierern zählten auch Gildemeister, Hugo Boss und Continental, die am Morgen ebenfalls ihre Quartalsberichte veröffentlicht hatten. Die wenigen Gewinner wurden von Brenntag angeführt, die 1,3 Prozent auf 59,35 Euro zulegten. Daneben verteuerten sich Praktiker um 1,2 Prozent auf 6,11 Euro.

Im TecDAX verloren Solarworld nach der Vorlage der Quartalszahlen 6,4 Prozent auf 10,75 Euro. Aixtron sanken um 5,2 Prozent auf 23,05 Euro. Software gaben ebenfalls nach Zahlen 3,1 Prozent auf 88,98 Euro nach. Dagegen stiegen Manz Automation um 7,9 Prozent auf 54,05 Euro. Zu den gesuchten Werten zählten neben Singulus auch Smartrac. Die Anleger reagierten damit auf den am Morgen vorgelegten Quartalsbericht des niederländischen RFID-Zulieferers.

ddp

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