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18:40 | 07.02.2012
Discounter Lidl verzichtet auf Waren von Müller-Brot
München (dapd). Die mit Hygieneproblemen kämpfende Großbäckerei Müller-Brot muss einen weiteren Rückschlag verkraften: Mit dem Discounter Lidl verlor die Brotfabrik aus dem oberbayerischen Neufahrn zumindest vorübergehend einen wichtigen Großkunden. Lidl beziehe “aktuell keine Ware mehr” von Müller-Brot, teilte eine Unternehmenssprecherin am Dienstag mit. Einzelheiten wollte sie nicht nennen, auch Müller-Brot äußerte sich nicht dazu. Schon der Absprung eines anderen großen Auftraggebers, des Lebensmittelkonzerns Rewe, hatte Müller-Brot laut “Süddeutscher Zeitung” empfindlich getroffen: Nach der Entscheidung sanken die Erlöse 2010 demnach um 13 Prozent auf 118 Millionen Euro. Wegen verschmutzter Maschinen und Schädlingsbefall muss die Großbäckerei seit einer Woche die Produktion ruhen lassen. Der Zeitung zufolge brachen in den Bäckereifilialen die Umsätze um bis zu 75 Prozent ein. Eine Gruppe von mehr als 20 Franchisenehmern habe deshalb die Zahlungen für Waren des Backkonzerns eingestellt. Die Unternehmer fordern Schadenersatz. Eine Sprecherin des Landratsamts Freising sagte am Dienstag, es sei nicht absehbar, wann Müller-Brot wieder produzieren könne. Derzeit sei noch kein Termin zu einer Nachkontrolle vereinbart worden. Derweil werde täglich überprüft, ob in der Brotfabrik die Öfen tatsächlich ausbleiben. Müller-Brot erklärte auf Anfrage: “Sauberkeit und effektive Umbaumaßnahmen für die Zukunft gehen vor Schnelligkeit.” Derzeit werde die gesamte Betriebsfläche von 54.000 Quadratmeter überarbeitet, das entspreche einer Größe von etwa sieben Fußballfeldern. Die Böden würden komplett erneuert, die Förderstrecken verändert, das Reinigungsmanagement neu aufgesetzt. Derweil belieferten Partnerbäckereien die Filialen. dapd |
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