WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

10:50 | 12.11.2010
Ende des Nachfragebooms aus Asien nicht in Sicht

Essen (dapd). Der Wachstumsmarkt Asien beschert den Autobauern weltweit volle Auftragsbücher. Nach einer am Freitag veröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens R. L. Polk wird die Zahl das Pkw-Neuzulassungen in diesem Jahr aufgrund des Booms in China weltweit um 7,5 Prozent auf 59,4 Millionen steigen. Das ist der zweithöchste jemals registrierte Wert. Für das kommende Jahr erwarten die Branchenkenner einen neuen Zulassungsrekord. Dann soll die Nachfrage noch einmal um 8,4 Prozent auf 64,4 Millionen Neuzulassungen steigen.

Wichtigster Treiber des Autobooms seien die Länder Asiens, allen voran China, heißt es in der Studie. Nachdem bereits im Krisenjahr 2009 die Neuzulassungen in dieser Region über denen von Amerika und Europa lagen, werden dort auch für 2010 und 2011 zweistellige Zuwachsraten prognostiziert. Ein Ende des Nachfragebooms sei aufgrund des hohen Erstmotorisierungspotenzials nicht abzusehen, prognostizieren die Experten.

Die mehr oder weniger gesättigten Märkte in Amerika und Europa mussten dagegen der Krise deutlich Tribut zollen. Zwar werden die Neuzulassungen auf dem amerikanischen Kontinent dieses Jahr wieder ansteigen. Doch liege das Erreichen des Vorkrisenniveaus noch in weiter Ferne, heißt es in der Studie.

Ähnliches gelte für Europa. Hier sei der Rückgang im Jahr 2009 zwar in vielen Ländern durch Verschrottungsprämien abgefedert worden. Doch sorge das dadurch überhöhte Vorjahresniveau für einen weiteren leichten Rückgang in diesem Jahr. Auch 2011 werde die Nachfrage nur leicht anziehen.

Eine Ausnahme bildet der deutsche Pkw-Markt. Hier erwarten die Experten für 2011 aufgrund der hervorragenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einen Anstieg der Neuzulassungen um sieben Prozent auf 3,15 Millionen.

dapd


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