WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

13:50 | 01.12.2009
E.ON erhält Kartellfreigabe für Verkauf von Thüga

Bonn (ddp.djn). Ein Konsortium mehrerer Stadtwerke darf die
E.ON-Anteile an der Holding Thüga übernehmen. Eine entsprechende
Freigabe ist erteilt worden, wie das Bundeskartellamt am Dienstag
mitteilte. Die Behörde sehe die Herauslösung der Stadtwerkeholding
Thüga aus dem E.ON-Konzern als wichtigen Beitrag zur Schaffung
wettbewerblicher Strukturen im Energiesektor an.

Unter dem Dach der in München ansässigen Thüga mit einem
Jahresumsatz von rund 860 Millionen Euro sind vor allem
Minderheitsbeteiligungen an rund 90 Stadtwerken und
Regionalversorgern vereinigt. Darüber hinaus bietet Thüga
Energiedienstleistungen an und versorgt in Teilen Baden-Württembergs
und Bayerns auch direkt Haushalte mit Energie und Trinkwasser. Allein
mit Gas und Strom versorgten die Thüga und ihre
Beteiligungsunternehmen nach Angaben des Bundeskartellamtes
bundesweit zuletzt rund 2,9 Millionen und 3,5 Millionen Kunden.

Bislang wurde Thüga von E.ON Ruhrgas kontrolliert. Diese
Verbindung des marktbeherrschenden Gasvorlieferanten E.ON mit den
unter dem Dach der Thüga zusammengefassten Weiterverteilerkunden trug
aus Sicht des Bundeskartellamts lange zur Abschottung insbesondere
der Gasmärkte gegenüber alternativen Gaslieferanten aus dem In- und
Ausland bei.

E.ON hatte im Oktober den Verkauf von Thüga angekündigt. Das
Erwerberkonsortium besteht aus verschiedenen kommunalen Versorgern,
darunter die Stadtwerke Hannover, die Frankfurter Mainova und die
Nürnberger N-Ergie sowie 47 weitere über das Freiburger Konsortium
Kom9 einbezogene kommunale Versorger. Als Kaufpreis wurden 2,9
Milliarden Euro in bar vereinbart.

(ddp)


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