15:33 | 09.02.2010
Erneut Durchsuchungen wegen BayernLB-Debakels
München/Regensburg (ddp-bay). Im Zusammenhang mit dem
Finanzdebakel beim Kauf der Hypo Alpe Adria (HGAA) durch die
Bayerische Landesbank (BayernLB) haben Ermittler weitere
Durchsuchungen vorgenommen. Wie eine Sprecherin der Münchner
Staatsanwaltschaft am Dienstag auf ddp-Anfrage sagte, wurden Räume
des Bayerischen Städtetags und des Sparkassenverbands in München
sowie das Büro des Städtetagspräsidenten und Regensburger
Oberbürgermeisters Hans Schaidinger (CSU) durchsucht. Ferner seien
aus Ministerien angeforderte Unterlagen abgeholt worden.
Die Sprecherin betonte, dass von den Durchsuchungen keine
Beschuldigten, sondern «unverdächtige Dritte» betroffen gewesen
seien. Weitere Einzelheiten wollte sie nicht nennen. Die Stadt
Regensburg wollte am Nachmittag (16.00 Uhr) auf einer Pressekonferenz
über die Sicherstellung von Unterlagen informieren.
Dem Freistaat Bayern ist durch den Erwerb der HGAA ein Verlust von
rund 3,7 Milliarden Euro entstanden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt
gegen frühere BayernLB-Vorstände wegen des Verdachts der Untreue und
«weiterer Straftatbestände».
(ddp)
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