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EU durchsucht Airlines wegen möglicher Preisabsprachen

Brüssel/Frankfurt (ddp.djn). Die Europäische Kommission hat wegen
des Verdachts unerlaubter Preisabsprachen Büroräume von europäischen
Luftfahrtunternehmen durchsucht. Es handele sich um Gesellschaften,
die Langstreckenflüge in Drittstaaten anbieten würden, teilte die
Kommission am Dienstag mit. Namen der betroffenen Unternehmen nannte
sie nicht.

Die Deutsche Lufthansa hatte bereits zuvor mitgeteilt, dass Räume
in Frankfurt von einer entsprechenden Aktion betroffen waren. Die
Kommission habe dies mit Informationen begründet, wonach die
Lufthansa möglicherweise an wettbewerbswidrigen Preisabsprachen und
abgestimmten Verhaltensweisen im Verkehr zwischen der EU und Japan
beteiligt sei.

Weitere Details nannte Deutschlands größte Airline nicht. Das
Unternehmen kooperiere vollumfänglich mit der Europäischen Kommission
und erteile bereitwillig die begehrten Auskünfte, hieß es lediglich.

Air Berlin, Condor und TUIfly bieten keine Flüge nach Japan an.
Dort hat es nach Angaben der Unternehmen auch keine Untersuchungen
gegeben.

Überrascht zeigten sich auch Airline-Analysten. Das Thema scheine
neu zu sein, sagte Martina Noß von der Nord/LB. Zu der Bedeutung
könnte derzeit noch nichts gesagt werden, fügte Per-Ola Hellgren von
der Landesbank Baden-Württemberg hinzu.

An den Durchsuchungen waren weiteren Angaben aus Brüssel zufolge
Kommissionsbeamte und Vertreter nationaler Wettbewerbsbehörden
beteiligt. Die Inspektionen hätten den ersten Schritt in einer
Kartelluntersuchung dargestellt, hieß es. Das bedeute aber nicht,
dass sich die betroffenen Unternehmen tatsächlich eines
wettbewerbsbeschränkenden Verhaltens schuldig gemacht hätten.

(ddp)

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