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19:14 | 07.02.2012
EU-Kommissarin Kroes: Euro-Ausstieg Athens wäre kein Desaster
Brüssel (dapd). Wird in Brüssel mit Blick auf die reformmüden Griechen über einen Rauswurf Athens aus der Eurozone nachgedacht? Den Eindruck erweckte am Dienstag EU-Kommissarin Neelie Kroes, indem sie einen Ausstieg des Landes aus der Währungsunion als verkraftbar darstellte. “Es wird immer gesagt, wenn man ein Land zum Ausstieg aufriefe, würde die gesamte Struktur zusammenbrechen. Aber das ist einfach nicht wahr”, sagte sie der niederländischen Zeitung “De Volkskrant”. Mit dem am Dienstag erschienenen Interview befeuerte die Kommissions-Vizepräsidentin mit dem Ressort Digitales die Debatte um die unsichere Zukunft Athens. Die griechische EU-Kommissarin Maria Damanaki hatte am Montag von Plänen in ihrer Heimat berichtet, aus der Währungsunion auszusteigen. Und Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker hatte im “Spiegel” geunkt, wenn alles schieflaufe, bleibe Athen im März keine Wahl als eine Pleiteerklärung. EU-Kommissionschef José Manuel Barroso sah sich am Dienstag genötigt, seine Kolleginnen zurückzupfeifen. “Wir wollen, dass Griechenland im Euro bleibt”, sagte er. Denn die Kosten wären im Falle einer Pleite Athens und des Euroaustrittes “sehr viel höher”. Und er nahm die Verhandlungsführer in Griechenland in die Pflicht. “Ganz Europa hat die Augen auf Athen gerichtet”, sagte er. Notwendig sei das klare Bekenntnis der griechischen Parteien für ein neues Programm. Die Auflagen seien zwar hart, aber sie würden mittelfristig Früchte tragen. dapd |
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