WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

15:43 | 05.03.2010
Gedrosselte Einfuhr

Berlin (ddp). Der Bezug von Erdgas aus Russland ist im vergangenen
Jahr in Deutschland deutlich zurückgegangen. Der Anteil am Import
sank von 37 Prozent im Jahr 2008 auf 32 Prozent in 2009, wie der
Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Freitag in
Berlin mitteilte. Gleichzeitig stieg der Import von Erdgas aus
anderen Ländern deutlich. So nahm der Anteil norwegischen Erdgases
von 26 auf 29 Prozent zu, Lieferungen aus den Niederlanden erhöhten
sich um einen Prozentpunkt auf 20 Prozent. Der Import aus Dänemark
und britischen Nordsee-Erdgasfeldern stieg von vier auf sechs
Prozent. Der Anteil der deutschen Eigenförderung lag im vergangenen
Jahr bei 13 Prozent, einem Prozent weniger als im Vorjahr.

Die deutlichen Veränderungen der Erdgas-Importe sind laut BDEW auf
die Lieferausfälle Anfang vergangenen Jahres zurückzuführen, als die
russischen Erdgaslieferungen über die ukrainische Transitroute
zeitweise unterbrochen waren. Mit neuen Ferngasleitungen zum Import
von Erdgas nach Europa wie das russisch-deutsche Nordstream-Projekt
oder die geplante Nabucco-Pipeline werde sich die
Versorgungssicherheit Europas in Zukunft weiter erhöhen.

(ddp)


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