9:48 | 26.12.2008
Gewerkschaft Transnet will sich neu positionieren
Berlin (ddp). Die Eisenbahngewerkschaft Transnet will sich ein
neues Gesicht geben. «Die Organisation dürfe nicht mehr auf ihre
Zustimmung zum Börsengang und Nähe zur Deutschen Bahn reduziert
werden», sagte der neue Transnet-Vorsitzende Alexander Kirchner am
Freitag in Berlin. Jetzt müssten andere Schwerpunkte in den Fokus
gerückt werden. Dazu gehörten die kommende Einkommensrunde, der
zunehmende Wettbewerb und die Forderung nach mehr Investitionen in
die Schiene.
Kirchner zufolge werden dafür insgesamt fünf Milliarden Euro
benötigt. Zwei Milliarden Euro müssten in den Lärmschutz und in die
Sanierung von Bahnhöfen investiert werden. Beispielsweise gebe es ein
Projekt, das die Erneuerung von 500 Bahnhöfen vorsehe. Auch der
Einbau von sogenannten Flüsterbremsen sei sinnvoll. Weitere zwei
Milliarden Euro seien für den Ausbau von sogenannten Flaschenhälsen
notwendig und eine Milliarde Euro für den Seehafenhinterlandverkehr.
Investitionen in den Standort Deutschland seien sinnvolle
Konjunkturmaßnahmen, betonte Kirchner. Auch die Wettbewerber der
Deutschen Bahn profitierten davon.
(ddp)
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