14:12 | 05.03.2008
Glos begrüßt Missbrauchsverfahren gegen Gasversorger
Berlin (ddp). Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat die
vom Bundeskartellamt eingeleiteten Missrauchsverfahren gegen rund 35
Gasversorger wegen des Verdachts überhöhter Gaspreise für Haushalts-
und Gewerbekunden begrüßt. Davon seien Firmen betroffen, die
länderübergreifend liefern, sagte Glos am Mittwoch in Berlin. Es gebe
aber auch viele Versorger, die überhöhte Gaspreise nehmen und die in
die Zuständigkeit der Landeskartellbehörden fallen. Der Minister
forderte deshalb die Landeskartellbehörden auf, das von der
Bundesregierung geschaffene gesetzliche Instrument gegen überhöhte
Gaspreise zu nutzen und «dafür zu sorgen, dass den Verbraucherinnen
und Verbrauchern nicht tiefer in die Tasche gegriffen wird, als es
unbedingt sein muss».
Zur Begründung für die Missbrauchsverfahren verwies das
Bundeskartellamt auf eine bundesweite Untersuchung der Gaspreise
aller in diesem Geschäftsfeld etablierten Gasversorger. Dies habe
gezeigt, dass teilweise erhebliche Abweichungen von 25 bis 45 Prozent
und mehr zwischen den Unternehmen bestehen. Betroffen seien
Unternehmen aus allen Regionen Deutschlands, städtische und ländliche
Versorger, eigenständige Stadtwerke sowie Versorger, die
Beteiligungsunternehmen der vier großen Verbundunternehmen sind.
Die Unternehmen belieferten rund vier Millionen Kunden und hätten
mit einem Absatzvolumen von rund 100 Milliarden Kilowattstunden einen
Marktanteil von knapp 20 Prozent.
(ddp)
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