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20:03 | 10.09.2010
Grube verspricht Prüfung der geplanten Rheintalbahn-Strecke
Bad Krozingen (dapd). Bahnchef Rüdiger Grube will die von Bürgerinitiativen vorgebrachten Gegenvorschläge zur umstrittenen Rheintal-Bahnstrecke am Oberrhein prüfen. Dies kündigte Grube am Freitag in Bad Krozingen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) bei einem ersten Treffen mit Gegnern der Güterbahnlinie zwischen Offenburg und Basel sowie mit Regionalpolitikern an. Der Sprecher der Bürgerinitiativen (IG Bohr), Adalbert Häge, sprach am Ende des Treffens von einem Neubeginn in Gesprächskultur und Dialogbereitschaft mit der Bahn. “Das Feindbild von der DB AG ist weg”, fasste der Lörracher CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster zusammen. Grubes Besuch im Kurhaus wurde zunächst begleitet von lauten Unmutsäußerungen zahlreicher Mitglieder der Bürgerinitiativen. Sie empfingen den Bahnchef mit Trillerpfeifen und Parolen auf Traktoren und Transparenten. Grube betonte während des Gesprächs, er nehme die Kritik und Sorgen der Bürger ernst. Zudem kündigte er an, in sechs bis acht Wochen erneut in die Region zu kommen, um sich im Detail über alle Wünsche und Anregungen der Bürger und Bürgermeister zu informieren. Grube war auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Armin Schuster und Peter Weiß (beide CDU) in die Region gekommen, um über den Aus- und Neubau der Rheintalbahn am südlichen Oberrhein zu diskutieren. Die Bürgerinitiativen, Kommunen, Landkreise und Regionalverbände fordern eine menschenverträgliche, umweltgerechte und zukunftstaugliche Linienführung auf der rund 120 Kilometer langen Strecke zwischen Offenburg und Basel. Sie haben dafür ein Alternativkonzept (”Baden 21″) zu den Bahnplanungen vorgelegt und verlangen vor allem mehr Lärmschutz entlang der neuen Güterbahnlinie. Fast 200 000 Bürger legten bereits Einspruch gegen die Bahnplanung ein. Der Ausbau der Rheintalbahn von Karlsruhe nach Basel von zwei auf vier Gleise soll mindestens 4,3 Milliarden Euro kosten. dapd |
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