9:59 | 30.04.2008
Hugo Boss macht weniger Gewinn
Metzingen (ddp.djn). Der Modekonzern Hugo Boss hat im ersten
Quartal dieses Jahres weniger verdient als im Vorjahr. Aufgrund eines
Sondereffektes ging das operative Ergebnis (Ebit) um fünf Prozent auf
94 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen mit Sitz in Metzingen
am Mittwoch mitteilte. Bei dem Sondereffekt handelte es sich um eine
Abfindungszahlung für den im Februar ausgeschiedenen
Vorstandsvorsitzenden Bruno Sälzer. Der Konzernumsatz stieg um 2
Prozent auf 510 Millionen Euro. Von der Nachrichtenagentur Dow Jones
befragte Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt mit einem Umsatzplus
von 3,9 Prozent auf 519 Millionen Euro gerechnet. Beim Ebit hatten
die Experten einen Rückgang um 7 Prozent auf 91,7 Millionen Euro
erwartet.
Zeitgleich betonte das Unternehmen, dass es an seinen Ergebnis-
und Umsatzzielen für das laufende Jahr festhält. Das Ebit vor
Sondereffekten soll weiter um 8 bis 10 Prozent steigen. Der
währungsbereinigte Umsatz soll um 6 bis 8 Prozent zulegen. Bereits
Ende März hatte Hugo Boss seine verhaltene Jahresprognose
bekanntgegeben. Finanzvorstand Joachim Reinhardt hatte das damals
damit begründet, dass sich einige Märkte, auf denen Hugo Boss tätig
ist, am Rande der Rezession befinden würden.
Erst Mitte März hatte Hugo Boss mit einer Dividendenerhöhung und
einer Sonderausschüttung von fünf Euro je Aktie für Aufregung an der
Börse gesorgt. Am Markt wurde spekuliert, dass der Hauptaktionär
Permira das verlangt hat, um an bares Geld zu kommen. Permira hatte
sich Ende 2007 fast 90 Prozent der Stimmrechte an Hugo Boss
gesichert. Der Finanzinvestor soll im Zuge der Übernahme eine höhere
Verschuldung verlangt haben.
(ddp)
|