WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

17:15 | 31.10.2008
IG Metall Küste lehnt Arbeitgeberangebot ab

Bremen (ddp-nrd). In den Tarifverhandlungen für die rund 150 000
Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie hat die
IG Metall Küste das von den Arbeitgebern vorgelegte Angebot
abgelehnt. Dieses sei “völlig unzureichend und verdient diesen Namen
nicht», sagte die IG-Metall-Bezirksleiterin Jutta Blankau am Freitag
in Bremen. Die Arbeitnehmer ließen sich nicht mit einer Lohnerhöhung
von 2,1 Prozent und einer Einmalzahlung abspeisen. Die
Arbeitgebervereinigung Nordmetall provoziere damit massive
Warnstreiks in Norddeutschland.

Die Unternehmen machten riesige Gewinne, für die Arbeitnehmer
solle es aber nur ein Trostpflaster geben. «Das werden wir nicht
hinnehmen», sagte Blankau. Nach dem Auslaufen der Friedenspflicht
werde es schon in der Nacht zum Samstag erste Warnstreiks geben.
Öffentliche Kundgebungen seien um Mitternacht in Kiel und Itzehoe
geplant. In der kommenden Woche würden die Warnstreiks an der Küste
ausgeweitet.

Auf einer Funktionärskonferenz soll am Samstag das weitere
Vorgehen beraten werden, wie Blankau sagte. Die IG Metall Küste
erwartet zu der Veranstaltung in Hamburg-Bergedorf mehr als 900
Mitglieder.

Die IG Metall Küste fordert für die Beschäftigten der Branche in
Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und im
nordwestlichen Niedersachsen eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und
Ausbildungsvergütungen um acht Prozent.

(ddp)


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