WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

17:14 | 26.06.2009
IG Metall läutet die Tarifrunde ein

Wolfsburg (ddp-nrd). Die IG Metall hat am Freitag die Weichen für
die anstehende Tarifrunde beim Autobauer Volkswagen gestellt. Zu den
Forderungen gehört eine Lohnerhöhung für alle rund 90 000
Beschäftigten. Ferner müsse für Beschäftigte, die jünger sind als
Jahrgang 1954, eine Altersteilzeitregelung geschaffen werden, sagte
ein Gewerkschaftssprecher. Zudem gehe es um den Erhalt der
Ausbildungsplätze.

IG-Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine sagte, die
Beschäftigten benötigten mehr Geld. Das Tarifergebnis der
Metallindustrie vom vergangenen November bilde dabei die rote Linie:
«Unterhalb dieses Niveaus werden wir nicht abschließen.»

Meine begründete die Forderung mit der guten
Unternehmensentwicklung. Die Beschäftigten hätten den Erfolg von
Volkswagen erarbeitet und seien dafür verantwortlich, «dass
Volkswagen inmitten der Krise glänzend dasteht», sagte er.

Altersteilzeit und Ausbildungsplätze seien zwei Seiten einer
Medaille. «Junge Menschen haben die Chance auf einen Ausbildungsplatz
und ältere Beschäftigte die Möglichkeit, vorzeitig aus dem
Unternehmen auszuscheiden», sagte Meine. Ohne Altersteilzeitregelung
sei der demografische Wandel bei Volkswagen nicht zu bewältigen. Die
Tarifverhandlungen beginnen am 20. August.

Für die rund 3,6 Millionen Beschäftigten der Metall- und
Elektroindustrie hatte die IG Metall im vergangenen Jahr eine
Einmalzahlung und eine Erhöhung der Tarifentgelte in Höhe von 4,2
Prozent in zwei Schritten ausgehandelt.

(ddp)


Weitere Meldungen
26.10.2009 IG Metall will in Tarifrunde Lohnverzicht üben
26.06.2009 IG Metall läutet Tarifrunde bei Volkswagen ein
07.10.2008 Metall-Tarifrunde vertagt

 

NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt unseren
aktuellen Newsletter

WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

20:47 Uhr | 08.02.2012
Wincor-Nixdorf-Vorstand Auerbach ...


20:45 Uhr | 08.02.2012
Sprit um fast drei Cent teurer


20:41 Uhr | 08.02.2012
Niedrigverdiener können sich ...


20:38 Uhr | 08.02.2012
E.on klagt über Gasschwemme


20:37 Uhr | 08.02.2012
Gewerkschaft EVG kritisiert ...