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7:15 | 01.02.2011
IHK: Havarie trifft die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz hart
Ludwigshafen (dapd-rps). Die Rhein-Havarie bei St. Goarshausen wird zunehmend zur Belastungsprobe für die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz. Da die Schifffahrt auf dem Rhein fast zum Erliegen gekommen sei, müssten viele Unternehmen für den Transport von Rohstoffen und Gütern auf Straße und Schienen ausweichen, sagte der Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Pfalz, Jürgen Vogel, der Nachrichtenagentur dapd in Ludwigshafen. Die Transportkosten seien dadurch deutlich gestiegen. Zudem drohten Kapazitätsengpässe durch ausbleibende Rohstofflieferungen. Je länger die Sperrung des Rheins dauere, desto wahrscheinlicher würden auch Produktionsstopps. Von den Seehäfen gelangten über den Rhein derzeit kaum noch Rohstoffe in die Region, sagte Vogel. Zwar könnten Schiffe Richtung Süden die Unfallstelle passieren, doch sie kämen dann nicht mehr zurück. Die Bereitschaft der Binnenschiffer, in eine Sackgasse zu fahren, sei denkbar gering. Die rheinland-pfälzischen Unternehmen entlang des Rheins müssten Rohstoffe daher über einen anderen Weg beziehen, doch auch hier gebe es Engpässe – etwa beim Schienengüterverkehr. Die Just-in-Time-Produktion sei bereits empfindlich gestört. Die Wirtschaft könne eine solche Situation eine Zeit lang aushalten, doch je länger die Sperrung andauere, desto spürbarer seien die Auswirkungen. Bislang sei zwar noch nichts über aktuelle oder bevorstehende Produktionsstopps bekannt geworden, allerdings gingen die Firmen mit solchen Informationen auch sehr diskret um, um keine Kunden zu verschrecken. dapd |
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