15:09 | 15.12.2009
IVD-”Wohnpreisspiegel”: Mieten in Deutschland steigen weiter
Berlin (ddp). Die Mieten in Deutschland steigen offenbar weiter.
Wie ein am Dienstag in Berlin vorgestellter «Wohnpreisspiegel» des
Immobilienverbands Deutschland (IVD) darlegt, mussten Mieter 2009 bei
neu abgeschlossenen Mietverträgen knapp 0,9 Prozent mehr Miete zahlen
als im Vorjahr. Die Neuvertragsmieten würden damit zum Teil deutlich
über dem Mietpreis-Durchschnitt liegen. Für den «Wohnpreisspiegel»
hat IVD nach eigenen Angaben Neuvertragsmieten in rund 390 deutschen
Städten erfasst.
Besonders hoch seien die Mietpreissteigerungen in den Großstädten.
In Städten mit über 100 000 Einwohnern verzeichnete der IVD mit 1,9
Prozent einen etwa doppelt so hohen durchschnittlichen Preisanstieg
der Nettokaltmiete wie im Gesamtdurchschnitt der Städte. Die höchsten
Mietpreissteigerungen seien in Mönchengladbach und Karlsruhe mit
16,67 beziehungsweise 15,38 Prozent festgestellt worden.
Auch führe die geringe Neubautätigkeit zu steigenden Mieten.
Während die Neuvertragsmieten im Bestand laut IVD weniger als im
Vorjahr angestiegen sind, sei der Mietpreisanstieg im Bereich der
Neubauwohnungen unverändert hoch geblieben. Diese Beobachtung gelte
auch für Mittel- und Kleinstädte.
Überdurchschnittlich verteuert haben sich nach Angaben des
Immobilienverbandes auch Altbauwohnungen in den guten Lagen der
Großstädte, da diese besonders gefragt seien. In diesem Segment habe
der «Wohnpreisspiegel» eine Verteuerung von 2,0 Prozent verzeichnet.
«Die Nachfrage nach Altbauwohnungen wird aus Mangel an
Neubauwohnungen weiter zunehmen», schloss Verbandspräsident Kießling.
(ddp)
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