9:20 | 25.01.2008
Junghanns für Offenhaltung von Tempelhof für Geschäftsflieger
Potsdam (ddp-lbg). Der Berliner Flughafen Tempelhof könnte nach
Auffassung von Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns
(CDU) auch nach der Schließung für den Linienverkehr weiter in
Betrieb bleiben. Junghanns, der gleichzeitig CDU-Landesvorsitzender
ist, plädierte in einem Interview mit der «Märkischen Oderzeitung»
(Freitagausgabe) dafür, kleine Geschäftsflieger weiter starten und
landen zu lassen. Dies gefährde nicht den geplanten Großflughafen
Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld.
An der Schließung in der jetzigen Form führe jedoch kein Weg
vorbei, sagte der Vertreter der brandenburgischen Landesregierung in
der gemeinsamen Flughafengesellschaft. Junghanns warf dem Berliner
Senat allerdings vor, dass er kein Konzept für die Verwertung der
Flughafenimmobilie habe. «Man drückt sich um die Frage herum, ob dort
kleine Geschäftsflieger für die Firmen, die die zahllosen Räume des
Flughafens mieten sollen, starten und landen dürfen.»
Die Berliner Flughafengesellschaft will mit Unterstützung der
Länder Berlin und Brandenburg den defizitären City-Airport Ende
Oktober 2008 endgültig schließen. Der Senat lehnt einen Weiterbetrieb
von Tempelhof ab, weil seiner Ansicht nach dadurch die
Rechtsgrundlage zum Bau des Großflughafens in Schönefeld gefährdet
würde. Für eine Offenhaltung von Tempelhof setzt sich vor allem die
Berliner CDU ein. Sie unterstützt das Volksbegehren «Tempelhof bleibt
Verkehrsflughafen».
(ddp)
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