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14:42 | 02.09.2011
Konsortium stellt “Smart Connect” für vernetztes Haus vor
Berlin (dapd). Die Idee des intelligenten und stromsparenden Hauses kommt einen entscheidenden Schritt voran. Die Deutsche Telekom präsentierte am Freitag gemeinsam mit Energieversorgern und Geräteherstellern mit “Smart Connect” eine breit angelegte branchenübergreifende Lösung. “Damit legen wir das Fundament für das vernetzte Haus der Zukunft”, sagte Telekom-Manager Holger Knöpke bei der Präsentation auf der Elektronikmesse IFA unter dem Berliner Funkturm. Die Box “Smart Connect” soll von Mitte 2012 an verfügbar sein und weniger als 100 Euro kosten – Installationsgebühren bei Bedarf exklusive. Nutzer müssten indes keine Kunden der Telekom sein. Wohnungs- und Hausbewohner könnten die Box sowohl mit dem Stromnetz als auch mit Geräten wie Wasch- und Spülmaschinen, Wäschetrocknern, einem mit Strom betriebenen Auto und Heizungen sowie Solaranlagen verbinden – über Kabel oder Funk. Die Steuerung könne per Smartphone erfolgen. “Das Haus kann so auf den Bedarf des Energienetzes reagieren”, sagte der technische Geschäftsführer des Energieversorgers E.on, Urban Keussen. Kunden könnten viel Geld sparen, wenn sie außerhalb der Spitzenzeiten den Strom nutzten. Denkbar sei zudem, dass Nutzer von Elektrofahrzeugen ihrem Energieversorger die restliche Energie ihres Auto-Akkus verkaufen, damit der Schwankungen ausgleichen könne. Zu einer festgelegten Uhrzeit werde die Energie rechtzeitig nachgeladen. Miele-Geschäftsführer Eduard Sailer sagte, die Verbraucher könnten künftig nur noch mit einer intelligenten Steuerung ihrer Geräte den Strompreis drücken. “Auf konventionellem Weg lässt sich die Effizienz von Hausgeräten kaum noch steigern”, betonte Sailer. Bei Geräten wie Waschmaschinen und Kühlschränken, die heute vom Band liefen, sei der Stromverbrauch bereits weitgehend optimiert. Die an dem Pilotprojekt beteiligten Energieversorger äußerten bei der Präsentation die Hoffnung, dass mit einer intelligenten Nutzung des Stromnetzes künftig beim Ausbau der Netze gespart werden könne. EnBW-Manager Ralf Klöpfer sagte: “Wenn man das intelligent macht, dann können wir Infrastrukturkosten für das Netz einsparen.” Telekom-Manager Knöpke erklärte, bis zum Start von “Smart Connect” würden noch weitere Partner hinzukommen. Auf die Frage, ob neben Miele auch andere Gerätehersteller wie Samsung oder Siemens schon Interesse geäußert hätten, sagte er nur, es sei bereits ein Vertrag mit einem internationalen Hersteller in Vorbereitung. dapd |
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