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Laepple: Bei Reisen wird es keine Preisschlacht geben
Berlin (ddp). Der Präsident des Deutschen ReiseVerbandes (DRV),
Klaus Lapple, sieht die Branche für die Herausforderungen der
Wirtschaftskrise gerüstet. Die Reiseveranstalter hätten sich auf die
veränderten Bedingungen eingestellt und ihre Kapazitäten konservativ
geplant, sagte Laepple am Mittwoch auf der Internationalen
Tourismusbörse (ITB) in Berlin. Aus kurzfristigen Buchungs- und
Umsatzrückgängen, die die Tourismusindustrie in den vergangenen
Jahren schon mehrfach erlebt habe, seien Schlüsse gezogen worden. Für
die Branche gelte, Profitabilität gehe vor Mengenwachstum – «kurz
gesagt: Marge geht vor Menge».
Eine Preisschlacht bei Reisen schloss Laepple aus. Die Verbraucher
sollten deshalb nicht auf das «große Schnäppchen» warten, sondern
sich rechtzeitig entscheiden. Gerade in diesen Wochen lockten die
Reiseveranstalter mit Frühbucherangeboten. Die Kunden hätten dabei
noch die volle Auswahl und könnten zudem bis zu 30 Prozent sparen.
Laepple räumte ein, dass es im Januar, der traditionell als
buchungsstärkster Monat gilt, Einbußen gegeben habe. «Das Loch vom
Januar ist da», sagte der DRV-Präsident. Es werde schwierig sein, das
aufzuholen. Seit über einem Monat zögen die Buchungen aber wieder an.
Überdurchschnittlich wachse dabei die Nachfrage nach
Deutschland-Urlaub. Dafür liege der Buchungsumsatz für diesen Sommer
in den Reisebüros mit zwei Prozent im Plus.
Der Wunsch nach Erholung und Urlaub sei nach wie vor ungebrochen,
betonte Laepple. Das belege eine Forsa-Umfrage, wonach fast 60
Prozent der Deutschen auch im Sommer 2009 verreisen wollen. Laut
ADAC-Monitor planten 64,5 Prozent der Bundesbürger in diesem Jahr
mindestens eine Urlaubsreise.
Den Umsatz der deutschen Reiseveranstalter bezifferte Laepple für
2008 auf 21,4 Milliarden Euro, 5,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Die deutschen Reisebüros steigerten ihren Umsatz den Angaben zufolge
um fast drei Prozent auf 21,8 Milliarden Euro. Für 2009 sei es für
eine Prognose noch zu früh, sagte der DRV-Chef.
(ddp)
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