16:14 | 12.07.2009
Landwirtschaftsministerium sagt Lebensmittelimitaten den Kampf an
Wiesbaden (ddp-hes). Das hessische Landwirtschaftsministerium
fordert von der Gastronomie eine freiwillige Selbstverpflichtung zum
Verzicht auf Lebensmittelimitate. Der Branche drohe sonst ein
riesiger Imageschaden, sagte der für Verbraucherschutz zuständige
Staatssekretär, Mark Weinmeister, am Sonntag in Wiesbaden.
Zuletzt hatten hessische Lebensmittelkontrolleure mehr als zwei
Drittel aller in der Gastronomie untersuchten Schinkenstücke
beanstandet. Von 106 Proben mussten die Kontrolleure 72 wegen
irreführender Bezeichnungen oder Wertminderung beanstanden.
Sogenannter Mogel-Schinken bestehe zu großen Teilen aus Stärke-Gel
und habe einen hohen Fremdwassergehalt.
Beim in der hessischen Gastronomie verwendeten Käse sei die Zahl
der entdeckten Imitate dagegen bereits «erkennbar» zurückgegangen.
«Dass wir Wiederholungstäter beim Schummel-Käse und Mogel-Schinken im
Internet anprangern wollen, schreckt offenbar sehr stark ab», sagte
Staatssekretär Weinmeister.
(ddp)
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